Internationaler Tag der UN-Friedenstruppen: Würdigung der Blauhelm-Soldaten weltweit

(Symbolbild)

Heute wird weltweit der Internationale Tag der UN-Friedenstruppen begangen. Seit 2003 würdigen die Vereinten Nationen an diesem Tag jährlich am 29. Mai die Arbeit und den Einsatz der Blauhelm-Soldaten in Krisengebieten. Der Tag wurde vom UN-Generalsekretär ins Leben gerufen, um die friedenserhaltenden Missionen zu würdigen und an die gefallenen Friedenssoldaten zu erinnern.

Der 29. Mai wurde als Datum gewählt, da an diesem Tag 1948 die erste UN-Friedensmission begann: die Überwachungsorganisation der Vereinten Nationen für Waffenstillstand (UNTSO) im Nahen Osten. Seitdem haben UN-Friedenstruppen in über 70 Missionen weltweit gedient, um Konflikte zu beenden, Zivilisten zu schützen und nachhaltigen Frieden zu fördern.

Derzeit sind etwa 87.000 Friedenssoldaten aus 125 Ländern in 12 aktiven UN-Peacekeeping-Missionen im Einsatz, hauptsächlich in Afrika und im Nahen Osten. Die größten Truppensteller sind Pakistan, Bangladesch, Nepal, Ghana und Rwanda. Deutschland beteiligt sich mit rund 300 Soldaten an verschiedenen Missionen. Seit 1948 sind über eine Million Blauhelme im Einsatz gewesen, mehr als 4.200 haben dabei ihr Leben verloren.

Der Tag wird traditionell mit Gedenkveranstaltungen am UN-Hauptquartier in New York begangen, wo eine Kranzniederlegung für die gefallenen Friedenssoldaten stattfindet. In den Einsatzländern organisieren UN-Missionen oft Informationsveranstaltungen für die lokale Bevölkerung. Die Dag Hammarskjöld-Medaille wird posthum an Friedenssoldaten verliehen, die im Dienst gestorben sind.

Weitere Gedenktage am 29. Mai sind der Internationale Tag zur Beendigung der Geburtsfistel, der auf ein gravierendes Gesundheitsproblem von Frauen in Entwicklungsländern aufmerksam macht. In Wisconsin, USA, wird heute außerdem der Tag der Käsekuchen gefeiert – ein kulinarischer Aktionstag amerikanischen Ursprungs.