Israel und der Libanon haben sich auf ein Rahmenabkommen für eine Friedenslösung geeinigt. Der Durchbruch gelang bei Verhandlungen zwischen hochrangigen Vertretern beider Länder in Washington, die mehrere Wochen andauerten.
Das vereinbarte Abkommen sieht vor, dass die libanesischen Streitkräfte langfristig wieder die volle staatliche Autorität über das gesamte libanesische Territorium erlangen sollen. Ein wesentlicher Punkt: Die Hisbollah soll entwaffnet werden. Bis zu ihrer Entwaffnung will Israel jedoch militärisch im Süden des Libanon präsent bleiben. Nach der Unterzeichnung des Abkommens kam es im Libanon zu Protesten von Hisbollah-Anhängern.
Außenminister Johann Wadephul von der CDU begrüßte die Einigung. Die Vereinbarung mache Hoffnung und stärke die Sicherheit beider Staaten, schrieb Wadephul am Samstag bei Bluesky. Sie setze auf direkte Verständigung und eröffne die Chance, einen jahrzehntelangen Konflikt beizulegen. Besonders dankte der Minister den USA und Marco Rubio für ihre Vermittlerrolle: „Ich bin den USA und Marco Rubio für die Vermittlung sehr dankbar. Jetzt kommt es auf die Umsetzung der Vereinbarung an.“
Deutschland will den Friedensprozess unterstützen, kündigte Wadephul an. Dabei benannte der Minister zwei Bedingungen für Erfolg: „Entscheidend ist, dass Libanon sein staatliches Gewaltmonopol verlässlich durchsetzt. Ebenso wichtig sind klare Sicherheitsgarantien für Israel.“ Der Minister betont, dass ein dauerhafter Frieden nur möglich ist, wenn alle Seiten Verantwortung übernehmen. „Ich appelliere an alle relevanten Akteure, vor allem die Hisbollah, sich nun konstruktiv zu verhalten“, erklärte Wadephul.
Autor: dts Nachrichtenagentur