In Jork hat die Polizei einen 36-jährigen Mann aus Emden gestoppt, der mit einem nicht zugelassenen E-Scooter mit bis zu 65 km/h ohne Führerschein und Versicherung unterwegs war. Der Mann hatte ein falsches Versicherungskennzeichen an seinem Gefährt angebracht.
Am Mittwoch gegen 00:45 Uhr fuhr eine Funkstreife der Polizei Buxtehude auf der K39 Richtung Hamburg, als den Beamten auf dem Radweg ein E-Scooter mit auffallend hoher Geschwindigkeit entgegenkam. Die Polizisten wendeten und folgten dem Fahrer, der sich bereits deutlich entfernt hatte. Auf Höhe der JVA Hahnöfersand konnten sie ihn schließlich stoppen und kontrollieren.
Bei der Überprüfung stellten die Polizisten fest, dass an dem E-Scooter das Versicherungskennzeichen eines anderen Fahrzeugs angebracht war. Damit standen der Verdacht einer Urkundenfälschung sowie ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz im Raum. Der 36-Jährige räumte die Tat noch vor Ort ein und erklärte den Beamten, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit gewesen sei, bis er erwischt werde.
Bei dem Gefährt handelte es sich um ein Modell, das vom Hersteller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h beworben wird. Da der Mann nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügte, erwartet ihn nun ein weiteres Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Zudem darf der benutzte E-Scooter in Deutschland mangels einer allgemeinen Betriebserlaubnis überhaupt nicht im öffentlichen Straßenverkehr betrieben werden. Hierzu wurde ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die Beamten stellten das Elektrokleinstfahrzeug noch vor Ort sicher. Bemerkenswert war, dass sich der 36-jährige Rollerfahrer der immensen Gefahren durchaus bewusst zeigte. Er erklärte, dass er in der Vergangenheit bereits bei hoher Geschwindigkeit mit einem E-Scooter gestürzt sei und sich dabei einen Knochenbruch zugezogen habe.