Kabinett beschließt Reformpaket für Bundeswehr-Reserve und Infrastruktur

via dts Nachrichtenagentur

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch mehrere Gesetzesvorhaben mit Verteidigungsfokus beschlossen. Bei der Sitzung im Bendlerblock wurden Gesetzesentwürfe zur Stärkung der Reserve, zum beschleunigten Ausbau der Bundeswehr-Infrastruktur sowie gemeinsam vom Verteidigungsministerium und Innenministerium erarbeitete Eckpunkte zur Novellierung der Sicherstellungs- und Vorsorgegesetze verabschiedet.

Das Reservestärkungsgesetz sieht vor, die Reserve der Bundeswehr bis 2033 auf mindestens 200.000 Mann zu erhöhen. Eine wesentliche Änderung betrifft die bisherige Praxis der „doppelten Freiwilligkeit“: Diese wird abgeschafft. Reservisten können künftig verpflichtend zu Dienstleistungen herangezogen werden. Arbeitgeber müssen vorher informiert werden und erhalten die Möglichkeit, zu der geplanten Heranziehung Stellung zu nehmen.

Das Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz zielt darauf ab, die Planung und Durchführung von Bauvorhaben zu beschleunigen. Dies soll die Betriebs- und Funktionssicherheit der militärischen Liegenschaften gewährleisten. Um dies zu erreichen, werden Erleichterungen im Umwelt- und Naturschutzrecht geschaffen, die mit den europarechtlichen Vorgaben vereinbar bleiben.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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