In Kassel-Kirchditmold haben Betrüger am Dienstag, 16. [Monat] [Jahr], einen Mann um Gold- und Silbermünzen im Wert von mehreren Zehntausend Euro gebracht. Die Kriminellen benutzten die sogenannte Schockanruf-Masche, um ihr Opfer zur Zahlung zu bewegen.
Gegen 16:30 Uhr erhielt der Kasseler einen Anruf auf seinem Festnetz. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und behauptete, dass die Tochter des Mannes einen schweren Unfall verursacht und dann die Flucht ergriffen habe. Bei dem Unfall sei eine Fahrradfahrerin verletzt worden. Dem Mann drohte nach dieser Geschichte eine Gefängnisstrafe für seine Tochter. Um die Haft abzuwenden, forderte der angebliche Beamte eine hohe Kaution. Um den Druck zu erhöhen, gab der Anrufer das Gespräch an einen angeblichen Staatsanwalt weiter.
Der schockierte Mann konnte die geforderte Summe in bar nicht aufbringen. Stattdessen bot er an, hochwertige Münzen als Kaution zu übergeben. In dem Glauben, seiner Tochter helfen zu müssen, packte er die Münzen gegen 18:00 Uhr in eine Plastiktüte mit dem Aufdruck eines Drogeriemarktes. Er übergab sie in der Baumgartenstraße an einen Mann, von dem er glaubte, dass dieser von der Polizei geschickt worden war. Die Betrüger hatten ihm diesen Treffpunkt genannt.
Am späten Abend flog der Betrug auf, als das Opfer bei der echten Polizei anrief und nachfragte, wie es seiner Tochter gehe.
Die Kasseler Kriminalpolizei sucht jetzt nach dem Geldabholer. Nach den Angaben des Opfers ist dieser etwa 30 Jahre alt, etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank. Er hat kurze dunkle Haare und einen Oberlippenbart. Bei der Übergabe trug er einen grauen Kapuzenpullover, eine dunkle zerrissene Jeans und Turnschuhe.
Die Polizei bittet um Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge, die am Dienstag, späten Nachmittag oder Abend, in Kirchditmold beobachtet wurden. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561-9100 entgegen.
Betrugsfälle in Kassel: der Vergleich mit Land und Bund
In Kassel zählte die Polizei 2025 2.262 Betrugsfälle, das sind 1.147 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt schlechter als im restlichen Bundesland, wo 783 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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