Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef sieht dessen Stellvertreter Alexander Hoffmann (CSU) keinen Zeitdruck bei der Suche nach einem Nachfolger. „Grundsätzlich besteht keine Eile“, sagte Hoffmann am Samstag dem ZDF.
Die Parteivorsitzenden von CDU und CSU würden sich über das weitere Vorgehen abstimmen und sich dafür die notwendige Zeit nehmen, erklärte der Fraktionsvize. Vorerst habe er selbst kommissarisch die Leitung der Fraktion übernommen und werde diese so lange führen, bis ein neuer Vorsitzender gewählt sei.
Hoffmann betonte, die Union sei mit einem umfangreichen Reformpaket in die Sommerpause gegangen. Dazu gehören die im Koalitionsausschuss vereinbarten 34 Maßnahmen sowie die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Weitere Vorhaben wie die Pflegereform stünden bereits auf der Agenda.
Trotz des Führungswechsels bleibe die Fraktion „entscheidungsfähig und handlungsfähig und auch sprechfähig“, versicherte Hoffmann.
Autor: dts Nachrichtenagentur