Ein geplanter Angriff von Kieler Fußball-Anhängern auf Fans des VfL Osnabrück hat am Morgen des Spieltags zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Gegen 10:15 Uhr griffen etwa 40 Personen aus der Holstein-Kiel-Szene die Osnabrücker Fangruppe in Höhe des Bootshafens an, die gerade ihren angemeldeten Fanmarsch durchführte. Die alarmierten Polizeikräfte von Landes- und Bundespolizei schritten unmittelbar ein und setzten dabei körperliche Gewalt und Pfefferspray ein, um die Gruppen zu trennen.
Durch das schnelle Handeln der Einsatzkräfte gelang es, ein weiteres Aufeinandertreffen zu verhindern. Die Osnabrücker Fans wurden nicht verletzt und konnten ihren Fußmarsch zum Holstein-Stadion störungsfrei fortsetzen. Ein Kieler Fan zog sich durch das Pfefferspray leichte Verletzungen zu und wurde vor Ort behandelt.
Die Polizei nahm insgesamt 40 Personen aus der Kieler Fanszene fest. Von ihnen kamen 37 Personen, die am schweren Landfriedensbruch beteiligt waren, zur Verhinderung weiterer Straftaten ins Polizeigewahrsam. Drei Jugendliche waren ebenfalls am Angriff beteiligt; ihre benachrichtigten Eltern holten die Kinder in ihre Obhut.
Bei dem Einsatz wurden zwei Beamte der Bundespolizei und ein Beamter der Landespolizei verletzt. Der verletzte Landespolizist ist nicht mehr dienstfähig. Die Polizei ermittelt gegen die festgenommenen Personen wegen Landfriedensbruchs.
Das Spiel selbst verlief nach einem Zwischenfall zu Beginn der ersten Halbzeit, als Osnabrücker Fans mehrfach Pyrotechnik im Block zündeten, weitgehend störungsfrei. Das Stadion war ausverkauft. Nach Spielende verließen die Gastfans ohne weitere Vorkommnisse das Stadion, während Polizeikräfte die Nachspielphase beaufsichtigten.
Gegen 16:15 Uhr erschienen rund 50 Personen aus der Kieler Fanszene im Bereich des Polizeigewahrsams in der Kieler Innenstadt. Bereits anwesende Polizeikräfte stoppten die Gruppe und verhinderten eine Störung der dortigen Dienststelle. Im Bereich der Wilhelminenstraße / Blumenstraße sowie der Gartenstraße / Legienstraße richtete die Polizei Sperren ein. Gegen 16 Uhr entließ die Polizei die in Gewahrsam genommenen Personen sukzessive, ohne dass es zu weiteren Zwischenfällen kam.
Der Einsatzleiter Polizeioberrat Carsten Ebsen zeigte sich zufrieden mit dem Einsatzverlauf und würdigte die professionelle Arbeit aller beteiligten Polizeikräfte, insbesondere auch die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei bei der Betreuung der Gastfans. Den verletzten Beamten wünscht er schnelle Genesung.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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