Am Wochenende vom 3. bis 5. Juli verwandelt sich Köln in einen Veranstaltungsmagnet: Der Christopher Street Day mit seinem großen Straßenfest und Aufzug sowie das Summerjam Festival am Fühlinger See ziehen Zehntausende Besucher an. Die Polizei Köln bereitet sich mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen vor.
Höhepunkt des Wochenendes ist der CSD-Aufzug am Sonntag. Der Anmelder rechnet mit bis zu 60.000 Teilnehmern in Fußgruppen sowie auf rund 90 Festwagen. Der Aufzug startet gegen 11.30 Uhr von der Deutzer Werft, führt über die Deutzer Brücke in die Innenstadt und löst sich gegen 18 Uhr rund um die Marzellenstraße auf. Die Organisatoren erwarten mehrere Hunderttausend Zuschauer entlang der Strecke.
Einsatzleiter Gregor Eisenmann betont die Bedeutung des Ereignisses: „Der CSD steht als sichtbares Zeichen für Offenheit, Vielfalt, queeres Leben und die Achtung der Menschenrechte.“ Gleichzeitig warnt er: „Immer wieder rückt der CSD in den Fokus von Menschen mit radikalen Einstellungen, die sich gegen eine vielfältige Gesellschaft und demokratische Werte richten.“ Die Polizei wird deshalb frühzeitig und entschlossen einschreiten, wenn Konflikte entstehen. Bereits ab Freitag wurde die Präsenz der Einsatzkräfte rund um Heumarkt und Alter Markt deutlich erhöht.
Parallel zum CSD finden am Samstag (4. Juli) weitere Demonstrationen statt: Ein Motorradkorso mit etwa 60 Fahrzeugen startet zwischen 14.15 und 16.15 Uhr an der Deutzer Werft. Eine zweite Versammlung am Hans-Böckler-Platz mit 100 angezeigten Teilnehmenden setzt sich gegen 14.45 Uhr zum Neumarkt in Bewegung und endet dort gegen 17 Uhr. Am Samstagabend ist zudem eine Demonstration mit rund 3.500 Teilnehmenden angemeldet, die zwischen 18 und 21 Uhr vom und zum Roncalliplatz führt.
Die Polizei Köln wird an diesem Wochenende mit zahlreichen Einsatzkräften präsent sein. Besonders in der Innenstadt, in Deutz und im Kölner Norden sind erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen zu erwarten.
Im Bereich Bechergasse/Am Hof stellt die Polizei am CSD-Wochenende ein Infomobil auf. Dort können sich Interessierte unter anderem über Hasskriminalität gegen queere Menschen informieren. LSBTIQ*-Ansprechpartner Thorsten Helmers wird die Präventionsaktion begleiten.
Massive Verkehrssperrungen sind bereits ab Donnerstag (2. Juli) rund um das Veranstaltungsgelände des CSD-Straßenfests erforderlich. Ab Freitag (3. Juli) 5 Uhr wird die Deutzer Brücke in Fahrtrichtung Innenstadt gesperrt. Am Sonntag (5. Juli) kommt hinzu: Von 8 bis 17 Uhr ist auch die Fahrtrichtung Deutz für den Autoverkehr gesperrt. Ab 13 Uhr ist der Kölner Hauptbahnhof nur noch vom Breslauer Platz erreichbar. Detaillierte Informationen zu allen Sperrmaßnahmen finden sich unter koeln.de/verkehr/sperrungen-und-verkehrsbehinderungen-am-csd-wochenende.
Die Polizei ruft die Bevölkerung zur Aufmerksamkeit auf: „Wer bemerkt, dass jemand Streit sucht oder Konflikte provoziert, sollte uns sofort ansprechen“, so Einsatzleiter Eisenmann.