Die Polizei Duisburg hat in der Nacht zum Montag einen Paketzusteller unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen. Der 44-Jährige räumte bei einer Kontrolle ein, kurz zuvor Kokain konsumiert zu haben – ein Drogenvortest bestätigte seine Angabe. Der Mann saß am Steuer eines weißen VW Mercedes Sprinter.
Der Fund gelang während eines achtstündigen Schwerpunkteinsatzes zwischen 4 und 12 Uhr am Sonntag und Montag (5. bis 6. Juli) im Mündelheimer Stadtteil Duisburgs. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf die Mannesmannstraße und kontrollierten gezielt den gewerblichen Güterverkehr – mit dem Ziel, Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu identifizieren.
Insgesamt erwischte die Polizei sechs Fahrer, die mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen – vier davon waren Berufskraftfahrer. Alle sechs mussten zur Wache, wo ein Arzt ihnen Blutproben entnahm. Sie müssen mit empfindlichen Geldstrafen, Punkten in Flensburg, temporären Fahrverboten und teilweise sogar der dauerhaften Entziehung der Fahrerlaubnis rechnen.
Daneben stellten die Beamten weitere Verkehrsverstöße fest: 31 Fahrer waren zu schnell unterwegs, drei benutzten während der Fahrt technische Geräte, zehn missachteten Abbiegevorschriften und zwei ignorierten rote Ampeln. Zwei weitere Verkehrsteilnehmende standen ebenfalls unter Drogeneinfluss.
Der Einsatz ist Teil der landesweiten Strategie #LEBEN, mit der die 47 Kreispolizeibehörden Nordrhein-Westfalens seit 2024 schwere Verkehrsunfälle reduzieren wollen.