Die Zentrale Kriminalinspektion Osnabrück hat einen mutmaßlichen Kokain-Händlerring gesprengt, der über Jahre hinweg auf der Insel Borkum Rauschgift verkauft haben soll. Bei koordinierten Durchsuchungen am 27. Mai wurden 52 Verkaufseinheiten Kokain, eine mit Kokain gefüllte Zigarettenschachtel sowie Waffen sichergestellt.
Die Polizei durchsuchte insgesamt sieben Objekte – drei auf Borkum, drei in Emden und eines in Pinneberg. Neben den Drogen stellten die Ermittler einen Baseballschläger, einen Schlagring, ein Messer und elektronische Datenträger sicher. Der 42-jährige Hauptbeschuldigte wurde während der Aktion in Emden festgenommen und noch am selben Tag dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Die Ermittlungen laufen seit September 2025 unter Sachleitung der Zentralstelle zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität bei der Staatsanwaltschaft Aurich. Zunächst führte die Polizeiinspektion Leer/Emden das Verfahren. Die Tätergruppierung steht im Verdacht, in den vergangenen Jahren unerlaubten Handel mit Kokain im größeren Stil betrieben zu haben.
Neben dem Hauptbeschuldigten spielen weitere fünf Personen im Alter von 17 bis 51 Jahren eine Rolle in dem Verfahren. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich um drei Mittäter und zwei Personen, die als Lieferanten agiert haben sollen.