Nach einem Schusseinsatz am Samstagnachmittag in Krakau hat die polnische Polizei bei Ermittlungen am Wohnort des festgenommenen Tatverdächtigen drei weitere Leichen gefunden. Wie die Behörden und Polens Premierminister Donald Tusk mitteilten, handelt es sich um die Leichen von zwei Frauen und einem Mann. Die Ermittlungen am Wohnort des Mannes in der südostpolnischen Stadt Ostrowiec Swietokrzyski laufen derzeit.
Der Anschlag ereignete sich gegen 15 Uhr auf dem Marktplatz von Krakau. Ein 24-jähriger polnischer Staatsbürger war mit einem Auto auf den Platz gefahren und schoss scheinbar wahllos auf Menschen. Dabei tötete der Bewaffnete vier Frauen und zwei Männer. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt. Die Polizei schoss auf den Täter. Dieser wurde angeschossen und wird derzeit ins Krankenhaus gebracht. Im Auto des Tatverdächtigen fanden die Behörden weitere Waffen.
Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus und teilt mit, dass für die Bevölkerung keine Gefahr mehr besteht. Teile des Marktplatzes und angrenzende Straßen wurden gesperrt. Die Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort und bitten die Bevölkerung, die Gegend zu meiden.
Polens Innenminister Marcin Kierwinski deutet auf ein mögliches rechtsextremes Motiv hin. Der Minister erklärte auf einer Pressekonferenz am Abend, dass alles darauf hindeute, der Tatverdächtige sei von rechtsextremen Ideologien fasziniert gewesen. Dies müsse jedoch noch gründlich überprüft werden.
Premierminister Donald Tusk bekundete den Familien und Angehörigen der Opfer sein tiefstes Mitgefühl und appellierte an Politiker aller Lager, die Tragödie nicht zum Spielball zu machen. Tusk würdigte die Arbeit der Polizei, die blitzschnell reagiert habe. Die Beamten hätten Mut und außergewöhnliches Engagement gezeigt. Nach Angaben des Premierministers wurden drei Polizisten verletzt, einer kämpft um sein Leben. Tusk rief dazu auf, diese mit Gebet, Solidarität und voller Unterstützung zu begleiten. Die Polizei untersuche derzeit den Hintergrund und alle Umstände des Attentats.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
Autor: dts Nachrichtenagentur