Krankenfahrzeug mit 97 km/h in der 50er-Zone – Oberhausen funkt „Tages-Spitzenreiter“

(Symbolbild)

Mit knapp dem doppelten der erlaubten Geschwindigkeit ist am Donnerstag ein Krankenfahrzeug durch Oberhausen gerast. Der Verkehrsdienst der Polizei stoppte das Fahrzeug bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Buschhausener Straße in Höhe der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal – und traute seinen Messgeräten kaum.

Um 15:50 Uhr passierte ein Ford mit Duisburger Kennzeichen die Messstelle in Fahrtrichtung Duisburger Straße mit 97 km/h. In diesem Bereich sind maximal 50 km/h erlaubt. Nach Abzug der Toleranz blieb eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 44 km/h – ein deutlicher Verstoß.

Das Besondere an dem Fall: Bei dem Fahrzeug handelte es sich um ein Dienstfahrzeug für Krankenfahrten. Die Polizei Oberhausen macht aber unmissverständlich klar, dass der Schriftzug auf dem Auto keineswegs Sonderrechte mit sich bringt. Im Gegenteil: Die Beamten küren das Fahrzeug zu ihrem „Tages-Spitzenreiter“ im Bereich überhöhter Geschwindigkeit.

Nach wie vor gehört zu schnelles Fahren zu den Hauptverursachen schwerer Verkehrsunfälle. Wer fast doppelt so schnell unterwegs ist wie zulässig, setzt sich und andere bewusst einem erheblich höheren Risiko aus. Ein paar Minuten Zeitersparnis stehen der möglichen Gefahr in keinem Verhältnis – denn überhöhte Geschwindigkeit kann im schlimmsten Fall tödlich sein.

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