Küchenbrand in Dresdner Hochhaus und schwerer Verkehrsunfall binnen drei Stunden

© Roland Halkasch Verkehrunfall, Feuer und Rettungsdienst im Hintergrund, im Vordergrund liegt der Kopf einer Gaslaterne

Am Montagvormittag stand die Feuerwehr Dresden binnen weniger Stunden bei zwei größeren Einsätzen im Einsatz: einem Küchenbrand in einem Wohnhochhaus in der Seevorstadt-Ost und einem schweren Verkehrsunfall in Blasewitz mit drei Verletzten.

Der erste Einsatz begann um 8.09 Uhr, als mehrere Notrufe über eine Rauchentwicklung aus einem Fenster eines Hochhauses in der Reitbahnstraße eingingen. Vor Ort bestätigte sich eine leichte Verrauchung des Flures im 6. Obergeschoss. Da die betroffene Wohnung verschlossen war, mussten die Einsatzkräfte sie gewaltsam öffnen. Direkt hinter der Wohnungseingangstür entdeckten sie einen Küchenbrand. Personen hielten sich zum Glück nicht in der Wohnung auf.

Ein Trupp unter Atemschutz löschte den Brand mit einem C-Rohr. Anschließend führten die Einsatzkräfte umfangreiche Belüftungsmaßnahmen durch und kontrollierten unter Führung des U-Dienstes die Brandetage sowie angrenzende Wohnungen oberhalb, unterhalb und neben der Brandwohnung. Dabei mussten zwei weitere Wohnungen gewaltsam geöffnet werden. Mehrere Wohnungen – insbesondere oberhalb der Brandwohnung – waren leicht verraucht und wurden quergelüftet. Der Bewohner der Brandwohnung erschien während des laufenden Einsatzes an der Einsatzstelle und wurde der Polizei übergeben. Die automatische Brandmeldeanlage hatte zunächst nicht ausgelöst und sprang erst während der Belüftungsmaßnahmen an. Der Einsatz war um 10.53 Uhr beendet.

Parallel dazu ereignete sich um 9.32 Uhr im Bereich Hüblerstraße/Berggartenstraße in Blasewitz ein schwerer Verkehrsunfall. Ein silberner Pkw war aus noch ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn geraten, hatte dort eine Gaslaterne sowie ein Straßenschild überfahren und war anschließend gegen einen Stromverteilerkasten geprallt. Das Fahrzeug kam auf dem Fußweg zum Stehen.

Der Fahrer wurde schwer verletzt, war jedoch nicht eingeklemmt. Die Feuerwehr führte eine patientenschonende Rettung durch. Die Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen und stand unter dem Einfluss der Ereignisse, konnte das Fahrzeug jedoch selbstständig verlassen. Bis zum Eintreffen eines zweiten Rettungswagens wurde sie durch Einsatzkräfte der Feuerwehr in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe betreut, der sich vor der eingerichteten Straßensperrung befand. Beide Personen wurden durch den Rettungsdienst und jeweils unter Begleitung eines Notarztes in Krankenhäuser transportiert. Eine weitere leicht verletzte Zeugin wurde durch den Rettungsdienst ambulant versorgt.

Aufgrund der beschädigten Gaslaterne sowie des Stromverteilerkastens musste der Energieversorger hinzugezogen werden. Die Kreuzung war während der Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen voll gesperrt, wodurch auch der Straßenbahnverkehr beeinträchtigt war. Auslaufende Betriebsmittel wurden durch die Einsatzkräfte beseitigt. Nach Abschluss der Maßnahmen reinigte die Feuerwehr den Bereich und übergab die Einsatzstelle um 12.07 Uhr an die Polizei.

Beim Küchenbrand waren 42 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Altstadt, Albertstadt, Löbtau sowie der B-Dienst und der U-Dienst im Einsatz. Beim Verkehrsunfall waren 28 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen, Albertstadt, Löbtau, Altstadt, der B-Dienst und Kollegen der Rettungswache Johannstadt beteiligt.

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