Auf den Rastanlagen Lorsch-Ost und Lorsch-West hat die Polizei in der Nacht zum Mittwoch, 26. August, eine groß angelegte Kontrolle von Lastwagen durchgeführt. Zwischen 18 Uhr am Dienstag und 1 Uhr am Mittwoch wurden insgesamt 26 Fahrzeuge von der Autobahn geleitet und überprüft. Das Ergebnis war besorgniserregend: 21 Lastwagen und ihre Fahrer hielten sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben.
Bei 18 Fahrzeugen registrierten die Beamten Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten für Fahrer. In mehreren Fällen war die Ladung nicht richtig gesichert. Die Polizei leitete Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Brummifahrer und die Spediteure ein. In sechs Fällen mussten Fahrer Kautionen in Höhe von insgesamt knapp 6.000 Euro hinterlegen, da sie keinen festen Wohnsitz innerhalb Deutschlands nachweisen konnten. Eine Spedition musste 1.650 Euro Strafe vor Ort zahlen, weil sie sich durch ihre Transportweise einen illegalen Wettbewerbsvorteil verschafft hatte.
Bei vier Fahrzeugen waren die Verstöße und Mängel so gravierend, dass ein Fahrverbot erteilt werden musste. Ein Holzlaster durfte nicht weiterfahren, weil die Ladung nicht ausreichend gesichert war. Das Fahrzeug hatte statt der erforderlichen 41 Zurrgurte nur 12 angebracht. Da der Fahrer zudem keine Antirutschmatten verwendet hatte, reichte diese Anzahl nicht aus. Hinzu kam, dass er seine Lenk- und Ruhezeiten nicht richtig eingehalten hatte.
Ein Schwertransport musste ebenfalls angehalten werden. Der Fahrer hatte ein großes Baustellengerät geladen, das allein über 62 Tonnen wog. Das gesamte Fahrzeug wog mit seiner Ladung 110 Tonnen und war auch hier nicht richtig gesichert. Der Unternehmer muss sich zunächst um eine passende Genehmigung kümmern, bevor die Fahrt fortgesetzt werden darf; der Fahrer muss die Ladung dann entsprechend nachsichern.
Bei der Kontrolle eines dritten LKW entdeckten die Beamten insgesamt 62 Mängel. Es gab verschiedene Defekte an der Brems- und Beleuchtungsanlage. Außerdem war die Karosserie teilweise durchgerostet und die Lenkung stark ausgeschlagen. Die Defekte waren so gravierend, dass eine Weiterfahrt ausgeschlossen war. Der Fahrzeughalter muss den Lastwagen nun abschleppen lassen.
An der Kontrolle waren insgesamt 35 Beamtinnen und Beamte beteiligt. Neben Polizisten aus Südhessen waren auch Kräfte aus Westhessen und Südosthessen im Einsatz. Beamte aus den Nachbarbundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg unterstützten die Aktion ebenfalls.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Hessen
Auch aus Hessen:
Mehr Polizeimeldungen: