Lebensgefährliche Suche: 18-Jährige betreten S-Bahn-Gleise nachts am Reeperbahn

Eine Streife der Bundespolizei am Bahnsteig im S-Bahnhaltepunkt Reeperbahn- Symbolfoto: Bundespolizei-

Eine 18-jährige Frau hat sich in der Nacht zum 24. Juli in extreme Gefahr begeben: Sie betrat kurz vor 23.45 Uhr im Tunnel zwischen den S-Bahnstationen Königstraße und Reeperbahn die Gleise, um ihren Rucksack zu suchen. Ein Triebfahrzeugführer entdeckte die junge Frau mit einer Taschenlampe im Gleisbereich und meldete dies sofort der Notfalleistelle der S-Bahn. Die S-Bahngleise wurden daraufhin kurzzeitig gesperrt.

Die 18-Jährige verließ daraufhin den Tunnelbereich, betrat den Bahnsteig und stieg in die gerade eingefallene S-Bahn ein. Bundespolizisten aus dem Polizeirevier Altona trafen am Einsatzort ein und holten die junge Frau vom Bahnsteig. Nach eigenen Angaben erklärte sie, dass sie nach ihrem Rucksack im Gleisbereich gesucht habe. Weitere Details zu dem Vorfall wollte die Heranwachsende nicht mitteilen.

Die Beamten klärten die 18-Jährige eingehend über die massiven Lebensgefahren im Gleisbereich auf und brachten sie anschließend aus dem S-Bahnhaltepunkt Reeperbahn. Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet. Die Streckensperrung dauerte elf Minuten und wurde gegen 00.07 Uhr aufgehoben. Der Einsatz führte zu Verspätungen im S-Bahnverkehr.

Anlass dieses Vorfalls nimmt die Bundespolizeiinspektion Hamburg zum Anlass, erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen zu warnen: „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen und die Bremswege sind oftmals zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern.“ Die Behörde weist darauf hin, dass Personen, die sich in den Gleisen aufhalten, nicht nur sich selbst gefährden, sondern auch Reisende und Helfer.

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