Nach den Auseinandersetzungen in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli in der Lingener Innenstadt hat die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim ihre Ermittlungen nun abgeschlossen. Bei dem Polizeieinsatz am Marktplatz wurden sechs Polizeibeamtinnen und -beamte leicht verletzt.
Eine elfköpfige Ermittlungsgruppe nahm unmittelbar nach den Vorfällen ihre Arbeit auf und untersuchte den Ablauf und die Hintergründe der Auseinandersetzungen. Die Ermittler werteten zahlreiche Zeugenaussagen aus, sichteten Videomaterial und glichen die Erkenntnisse ab. Besonders wertvoll erwies sich die Unterstützung aus der Bevölkerung: Mehrere Bürgerinnen und Bürger halfen den Polizeikräften bereits während der Auseinandersetzungen vor Ort. In den darauffolgenden Wochen stellten weitere Menschen ihre Videoaufnahmen zur Verfügung oder meldeten sich als Zeugen.
Das bereitgestellte Videomaterial half den Ermittlern, einzelne Situationen zeitlich und räumlich einzuordnen, Abläufe nachzuvollziehen und weitere Tatbeteiligungen zu erkennen. Zusammen mit den Zeugenvernehmungen konnten immer mehr Teile des Geschehens zusammengeführt werden.
Die intensive Arbeit führte zur Einleitung von insgesamt 25 Strafverfahren gegen acht Beschuldigte im Alter zwischen 18 und 37 Jahren. Bei den Beschuldigten handelt es sich um deutsche Staatsangehörige. Unter ihnen befinden sich auch zwei Frauen. Die Strafverfahren wurden bereits an die Staatsanwaltschaft Osnabrück zur rechtlichen Bewertung vorgelegt.
Gegen zwei Beschuldigte, die nicht in Lingen wohnen, besteht ein Aufenthaltsverbot bis Anfang nächsten Jahres für die Stadt. Die übrigen Beschuldigten werden bezüglich eines Aufenthaltsverbotes für das kommende Altstadtfest überprüft.
„Wir möchten uns ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die uns in dieser Nacht und bei der Aufarbeitung unterstützt haben“, sagte Kriminalhauptkommissarin Ahrend, Leiterin der Ermittlungsgruppe. „Die Situation war für viele Menschen sicherlich belastend und unübersichtlich. Umso mehr schätzen wir es, dass nicht einfach weggeschaut wurde.“
Die Polizeiinspektion bedankte sich auch bei allen Einsatzkräften, die in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli im Einsatz waren.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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