Zwei Räuber hatten in Lippstadt besonderes Pech: Sie überfielen einen Polizisten, der gerade Feierabend hatte. Das Duo zog eine schwarze Pistole und forderte Bargeld – doch der Beamte gab kein Geld heraus und verfolgte die Flüchtigen.
Nach Angaben der Polizei sprachen die beiden Tatverdächtigen den Mann gegen 16:15 Uhr in einem Supermarkt an. Der 25-Jährige zog eine schwarze Pistole hervor und forderte unter Vorhalt der Waffe die Herausgabe von Bargeld. Als der Geschädigte der Forderung nicht nachkam, flüchteten beide zu Fuß aus dem Supermarkt.
Der Polizeibeamte der Wache Lippstadt verständigte sofort seine Kollegen und nahm die Verfolgung auf. Er konnte den gerufenen Polizisten eine Personenbeschreibung sowie die Fluchtrichtung mitteilen. Als die Tatverdächtigen auf der Langen Straße einen Streifenwagen erblickten, rannten sie in die Luchtenstraße in Richtung Woldemei.
Gemeinsam mit dem Geschädigten konnten die Polizisten die beiden Tatverdächtigen kurze Zeit später auf einem Parkplatz an der Luchtenstraße stellen. Beide wurden vorläufig festgenommen.
Am Festnahmeort fanden die Beamten zwei Papiereinkaufstüten sowie insgesamt vier schwarze Spielzeugpistolen. Zwei der Waffen waren Revolver, die Knallgeräusche erzeugen können, bei zwei weiteren handelte es sich um Softairpistolen. Zudem wurde entsprechende Munition aufgefunden. Die Spielzeugwaffen ähneln in Form, Farbe und Größe echten Schusswaffen und waren teilweise schussbereit. Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Raubes. Die Polizei warnt eindringlich vor dem Einsatz von täuschend echten Spielzeugwaffen: Eine Spielzeugpistole kann von anderen Personen als echte Waffe wahrgenommen werden. Opfer erleben dieselbe Angst und Bedrohung wie bei einer echten Schusswaffe. Die Polizei kann in einer Einsatzlage oft nicht erkennen, dass es sich um ein Spielzeug handelt. Das Hantieren mit täuschend echten Spielzeugwaffen kann zu gefährlichen und unvorhersehbaren Konsequenzen führen. Wer Anscheinswaffen missbräuchlich verwendet, gefährdet sich selbst, andere Menschen und die Polizisten.