LKA Niedersachsen lädt zu Symposium über Organisierte Kriminalität ein

(Symbolbild)

Das Landeskriminalamt Niedersachsen richtet am 4. Juni 2026 sein 17. Symposium zum Thema „Organisierte Kriminalität – Auswirkungen auf Rechtsstaatlichkeit, demokratische Strukturen und gesellschaftliche Sicherheit“ aus. Die Veranstaltung findet in der Akademie des Sports in Hannover statt.

Für Journalistinnen und Journalisten ist der erste Teil der Veranstaltung von 9:30 Uhr bis etwa 12:00 Uhr zugänglich. Dabei können sie Foto- und Filmaufnahmen machen sowie Interviews führen. Eine verbindliche Anmeldung ist bis Mittwoch, 3. Juni, 15:00 Uhr, an die LKA-Pressestelle unter pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de erforderlich.

Das Programm beginnt um 9:30 Uhr mit einem Get-together. LKA-Präsident Thorsten Massinger eröffnet um 10:00 Uhr die Veranstaltung und führt in das Thema ein. Anschließend spricht Daniela Behrens, Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, ein Grußwort.

Als erste Keynote-Sprecherin folgt die Autorin Sanne de Boer mit ihrem Vortrag „The ‚Ndrangheta in Europe – How Organised Crime Challenges the Rule of Law“ in englischer Sprache. Sie beleuchtet die europäische Dimension der Organisierten Kriminalität. Im Anschluss ordnet Prof. Dr. Arndt Sinn vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück das Thema rechtlich ein. Sein Vortrag trägt den Titel „Organisierte Kriminalität aus straf- und internationalrechtlicher Perspektive – Herausforderungen für Rechtsstaat und Demokratie“.

Nach diesem öffentlichen Teil schließt sich ein interner Fachdialog an, zu dem nur geladene Gäste Zutritt haben.

Das LKA begründet das Symposium mit der wachsenden Bedrohung durch Organisierte Kriminalität. Kriminelle Netzwerke agieren international, hochprofessionell und zunehmend verborgen innerhalb legaler Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen. Ihre Aktivitäten reichen von Drogenhandel, Geldwäsche und Cyberkriminalität bis hin zur Einflussnahme auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse.

Auch Niedersachsen ist aufgrund seiner zentralen Lage, Infrastruktur sowie internationaler Handels- und Logistikwege von Organisierter Kriminalität betroffen. Die Erkenntnisse des LKA zeigen, dass Tätergruppierungen zunehmend flexibel, serviceorientiert und grenzüberschreitend agieren. Um diesen Entwicklungen wirksam zu begegnen, braucht es einen engen Austausch zwischen Sicherheitsbehörden, Wissenschaft, Justiz, Wirtschaft und Politik.

Das Symposium des LKA Niedersachsen ist eine themenbezogene Fachveranstaltung, die relevante und zukunftsweisende Aspekte mit führenden Vertretern der niedersächsischen Strafverfolgungsbehörden sowie aus Wissenschaft und Politik aufzeigt. Organisiert wird sie durch das Dezernat Forschung/Prävention/Jugend im LKA. Erstmals fand das Symposium 2008 statt.

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