Auf einem Rastplatz an der Autobahn zwischen Garlstorf und Egestorf ist ein 45-jähriger LKW-Fahrer am Sonntagabend mit einem Schädelhirntrauma gefunden worden. Der Mann lag benommen auf seinem Fahrersitz, als ihn ein anderer Fahrer entdeckte und die Rettungskräfte alarmierte. Die Feuerwehr holte ihn aus dem Fahrzeug, ein Rettungswagen brachte ihn in eine Klinik, wo eine sofortige Operation notwendig wurde. Nach dem Eingriff ist der Mann stabil.
Die Polizei ermittelt nun wegen mutmaßlicher Körperverletzung. Ersten Zeugenaussagen zufolge war der Verletzte am Samstagabend auf einer Parkbank mit zwei anderen Männern zusammen und konsumierte dort offenbar reichlich Alkohol. Ein Zeuge erinnert sich, dass der 45-Jährige hingefallen war und kurzzeitig das Bewusstsein verloren hatte. Möglicherweise sei ein Faustschlag eines anderen Mannes der Grund gewesen. Der Verletzte raffte sich aber wieder auf und gesellte sich zu den anderen Männern, weshalb die anwesenden LKW-Fahrer keinen Notruf absetzten.
Am Sonntagabend fiel dann einem Fahrer die eingeschaltete Warnblinkanlage am Fahrzeug des 45-Jährigen auf. Bei der Nachschau fand er den Mann bewusstlos auf seinem Fahrersitz vor. Die Polizeiinspektion Harburg bittet Zeugen, die am Samstagabend auf dem Parkplatz Schaapskaben waren, sich unter der Telefonnummer 04105 620-200 zu melden.
Etwa zur gleichen Zeit ereignete sich auf der Landesstraße 141 bei Hollenstedt ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Gegen 15:30 Uhr am Sonntag, 21. Juni 2026, kam ein 57-jähriger Fahrer mit seinem Hyundai Tucson aus noch unklarer Ursache hinter der Einmündung Zum Klärwerk nach links in den Gegenverkehr. Sein Fahrzeug kollidierte mit einem entgegenkommenden Porsche Taycan eines 59-Jährigen und einem Leapmotor C10 eines 45-Jährigen.
Der Fahrer des Hyundai erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Seine zwei Mitfahrerinnen zogen sich leichtere Verletzungen zu und kamen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Der Fahrer des Leapmotor C10 wurde ebenfalls schwer verletzt; seine drei Mitfahrerinnen erlitten leichte Verletzungen. Auch sie wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Porsche-Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.
Die Landesstraße 141 musste für die Bergung und Aufräumarbeiten bis etwa 19 Uhr vollständig gesperrt werden. Die Polizei dokumentierte die Unfallspuren mit einer Drohne. Alle drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen auf etwa 90.000 Euro beziffert.
