Die Polizei im Märkischen Kreis schlägt Alarm: Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern ist um 700 Prozent gestiegen – und die Entwicklung setzt sich fort. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Unfälle mit verletzten Jugendlichen. Die Beamten beobachten dabei immer wieder gravierende Wissenslücken bei Nutzerinnen und Nutzern. Denn E-Scooter sind Kraftfahrzeuge und unterliegen daher besonderen Regeln – auch sogenannte Kinder-E-Scooter.
Bislang setzt die Polizei in den größeren Städten des Märkischen Kreises auf Schwerpunkt-Einsätze, bei denen Beamte E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer in den Innenstädten kontrollieren. Doch nun will die Behörde stärker auf Prävention und Aufklärung setzen – und greift dafür gezielt in den Schulen an.
Nach den Sommerferien werden Polizistinnen der Verkehrsunfallprävention und des Opferschutzes alle achten Klassen an weiterführenden Schulen im Märkischen Kreis besuchen. Sie erklären die Verkehrsregeln, zeigen Folgen von Unfällen auf und beantworten Fragen. Das Ziel des Projekts: Unfälle verhindern und das Bewusstsein schärfen, dass ein E-Scooter kein Spielzeug, sondern ein Kraftfahrzeug ist – mit entsprechenden Pflichten im Straßenverkehr.
Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern müssen sich mit den allgemeinen Verkehrsregeln vertraut machen und die speziellen Vorschriften für diese Fahrzeuge beachten. Die Polizei hat dazu ein landesweites Modellprojekt gestartet.
Medienvertreterinnen und Medienvertreter haben die Möglichkeit, das Projekt Anfang September bei einem Ortstermin an einer Schule näher kennenzulernen.
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