Mann täuschte Notfall vor – Betrug in mehreren Krankenhäusern

(Symbolbild)

Ein 48-jähriger Mann hat Rettungsdienste und Krankenhäuser gezielt getäuscht, um kostenlose Unterkunft und Verpflegung zu erhalten. Am Mittwochabend rief er am Norddeicher Bahnhof den Notruf wegen angeblicher Kreislaufprobleme und Atemnot. Ein Rettungswagen und ein Notarzt kamen und brachten ihn in ein örtliches Krankenhaus.

Im Krankenhaus gab der Mann an, privatversichert zu sein, und ließ sich medizinisch versorgen. Er machte dabei vorsätzlich falsche Angaben zu seinem Krankheitsbild und seinen Personalien. Das medizinische Personal wurde skeptisch und informierte am nächsten Tag die Polizei. Gegenüber den Beamten räumte der 48-Jährige ein, wohnungslos zu sein und das Krankenhaus absichtlich getäuscht zu haben.

Die Ermittlungen zeigten, dass der Mann in den vergangenen Monaten auch andere medizinische Einrichtungen auf diese Weise täuschte, unter anderem in Goslar. Der Schaden in dem ersten Fall beläuft sich auf einen mittleren vierstelligen Euro-Betrag. Die Gesamtschadenshöhe kann noch nicht beziffert werden. Fingerabdrücke und Fotos wurden gemacht.

Die Polizei ermittelt gegen den Mann wegen Betrugs und Missbrauchs von Notrufen. Weitere betroffene Krankenhäuser werden gebeten, sich bei der Polizeidienststelle in Aurich zu melden: 04941 606215.


Betrugsfälle in Niedersachsen: der Vergleich mit dem Bund

Die Polizei zählte 2025 landesweit 59.214 Betrugsfälle, das sind 740 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Niedersachsen fast genauso wie der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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