Marokko hat sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft dramatisch gegen die Niederlande durchgesetzt. Im Sechzehntelfinale siegten die Nordafrikaner mit 3:2 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte sich keine der beiden Mannschaften durchsetzen können – die reguläre Spielzeit endete 1:1, in der Verlängerung fiel kein Tor.
Die Niederlande begannen mit mehr Ballbesitz und setzten Marokko anfangs unter Druck. Doch die Marokkaner fanden schnell ins Spiel und erarbeiteten sich durch Hakimi und El Khannouss einige gefährliche Chancen. Insgesamt verfügten die Nordafrikaner in der ersten Halbzeit über die besseren Möglichkeiten. Trotzdem ging es torlos in die Pause.
In der zweiten Halbzeit verschärfte Marokko den Druck. Immer wieder probierten die Spieler, gegen die niederländische Defensive und Torhüter Verbruggen durchzubrechen, scheiterten aber. Die Niederlande schlugen dagegen in der 72. Minute zu: Cody Gakpo erzielte die Führung. Das hätte ausreichen können, doch Issa Diop sorgte in der Nachspielzeit für den Ausgleich. In der Verlängerung neutralisierten sich beide Teams weitgehend, weshalb das Elfmeterschießen entscheiden musste.
Beim Strafstoßschießen behielten die Marokkaner die besseren Nerven, obwohl beide Teams mehrere Elfmeter vergaben. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Ismael Saibari und besiegelte damit Marokkos Weiterkommen.
Im Achtelfinale wartet jetzt eine neue Herausforderung auf die Mannschaft: Am Samstag um 19 Uhr trifft Marokko in Houston auf Co-Gastgeber Kanada.
Autor: dts Nachrichtenagentur