Massive Verstöße bei Buskontrollen auf A5: Zwei Fahrzeuge müssen stehen bleiben

(Symbolbild)

Bei einer gezielten Verkehrskontrolle an der Autobahn A5 haben Polizistinnen und Polizisten am Donnerstag (11. Juni 2026) massive Verstöße bei Busunternehmen aufgedeckt. Von 17 kontrollierten Kraftomnibussen und einem Sattelzug konnten nur fünf Fahrzeuge die Kontrolle ohne Beanstandungen verlassen – zwei Busse mussten sogar vor Ort aus dem Verkehr gezogen werden.

Die Beamtinnen und Beamten der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen kontrollierten zwischen 9 und 15 Uhr auf dem Gelände der Tank- und Rastanlage Gräfenhausen gezielt Fahrzeuge des gewerblichen Personenverkehrs samt deren Fahrer. Der Schwerpunkt lag dabei auf Bussen.

Die Polizei stellte verschiedene schwerwiegende Verstöße fest: Mehrere Busfahrer hatten gegen die geltenden Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten verstoßen, außerdem gab es genehmigungsrechtliche Missachtungen. Bei den technischen Überprüfungen entdeckten die Beamten einen beschädigten Reifen und eine Manipulation eines Motorklappenschutzschalters, der für den Arbeitsschutz wichtig ist.

Besonders gravierend war ein Fall von Betrug: Bei einem Bus war der verbaute analoge Fahrtenschreiber nachträglich technisch so verändert worden, dass andere Geschwindigkeiten als die tatsächlich gefahrenen aufgezeichnet wurden. Diese Manipulation sollte offenbar Geschwindigkeitsüberschreitungen verschleiern.

Die umfangreichen Kontrollen führten zu 22 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Bei 16 Fällen erhoben die Polizistinnen und Polizisten Sicherheitsleistungen von insgesamt rund 12.100 Euro.

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