Bei groß angelegten Kontrollen in Gütersloher Gastronomie- und Einzelhandelsbetrieben haben Behörden am Freitag erhebliche Mängel und Verstöße aufgedeckt. Insgesamt 16 Betriebe wurden zwischen 16:30 und 23:00 Uhr überprüft. Die Kontrolleure leiteten daraufhin mehrfach ordnungsrechtliche, strafrechtliche sowie steuerrechtliche Verfahren ein.
An den Kontrollen waren das Hauptzollamt, das Ordnungsamt der Stadt Gütersloh, die Lebensmittelüberwachung des Kreises Gütersloh, die Steuerfahndung, die Ausländerbehörde des Kreises sowie die Polizei Gütersloh beteiligt.
Die Behörden fanden in zwei Betrieben Hinweise auf illegale Beschäftigung mehrerer Mitarbeiter. Das Hauptzollamt leitete dort entsprechende Verfahren ein. In weiteren Lokalen fielen den Kontrolleuren Unstimmigkeiten in den Kassensystemen auf, weshalb Sonderprüfungen angeordnet wurden.
In zwei Kiosken stellten die Einsatzkräfte insgesamt etwa 200 E-Zigaretten sicher, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen. In einem Kiosk lagerten zudem größere Mengen abgelaufener, aber noch verkaufsfertiger Fleischwaren in den Tiefkühltruhen.
Besonders bedenklich waren die hygienischen Verhältnisse in zwei gastronomischen Betrieben. In einem Restaurant entdeckte die Lebensmittelüberwachung vermeintlich Mäusekot sowie einen grundlegend schlechten Hygienezustand im Küchenbereich. In einem weiteren Betrieb lagerten mehrere Kilogramm ungekühlt gelagertes Fleisch in den Kellerräumen – trotz der in den Tagen zuvor herrschenden hohen Temperaturen. Die Lebensmittelüberwachung des Kreises ordnete jeweils weitere Betriebsprüfungen an.
Die kooperativen Kontrollen sind Teil des polizeilichen Präsenzkonzepts «Sicherheit im Kreis» und werden in unregelmäßigen Abständen fortgesetzt.