Am Donnerstag, 1. Oktober, kam es am Bahnhof München-Pasing zu mehreren tätlichen Angriffen gegen Bundespolizisten und einer gefährlichen Situation im Gleisbereich. Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen.
Gegen 16:30 Uhr gerieten ein 46-jähriger belgischer und ein 63-jähriger russischer Staatsangehöriger in der Personenunterführung des Bahnhofs in Streit. Als Bundespolizisten die beiden trennten, reagierte der Belgier aggressiv: Er schubste einen Beamten und versuchte, ihn mit seiner Gehhilfe zu schlagen. Ein Polizist zog sich dabei eine leichte Verletzung zu, blieb aber dienstfähig. Der 46-Jährige beleidigte zudem einen der Beamten. Die Polizisten fesselten ihn daraufhin.
Auch der 63-jährige Russe widersetzte sich und schlug dabei einen weiteren Bundespolizisten. Noch vor der Mitnahme zur Dienststelle kollabierte der Mann aus dem Landkreis Passau und begann zu krampfen. Die Beamten leisteten Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. Er wurde zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und konnte dieses nach der Versorgung wieder verlassen.
Der 46-Jährige mit Wohnsitz in München kam zur Wache in der Denisstraße. Ein freiwilliger Alkoholtest zeigte einen Wert von 0,28 Promille. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands und Beleidigung.
Gegen 17:30 Uhr verursachte ein 37-jähriger italienischer Staatsangehöriger am S-Bahnhaltepunkt Hirschgarten eine lebensgefährliche Situation. Der in Deutschland wohnhafte und stark alkoholisierte Mann überquerte mehrere Gleise. Ein Regionalzug der Linie RB 74 nach Buchloe näherte sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h. Der Triebfahrzeugführer erkannte den Mann, gab einen Achtungspfiff ab und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Dadurch konnte eine Kollision verhindert werden.
Nachdem der Italiener auf den Bahnsteig geklettert war, hielten Mitarbeiter der DB Sicherheit ihn fest und übergaben ihn der Bundespolizei. Ein freiwilliger Alkoholtest ergab einen Wert von 1,0 Promille. Die Fahrgäste im Zug blieben unverletzt; der Zug setzte seine Fahrt fort. Die Bundespolizei ermittelt gegen den Mann wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Gegen 22:10 Uhr ereignete sich ein weiterer Überfall am Bahnhof Pasing. Ein bislang unbekannter Mann versuchte, in einen bereits vollständig besetzten Regionalzug einzusteigen. Eine 23-jährige Frau aus dem Landkreis Aichach-Friedberg stand im Türbereich des abfahrbereiten RE 9. Der Mann trat ihr auf den Fuß, kam ihr sehr nahe und beleidigte sie. Als die Frau ihn wegschob, schlug er ihr ins Gesicht. Sie erlitt Schmerzen, benötigte aber keine ärztliche Behandlung.
Die alarmierten Bundespolizisten nahmen den Sachverhalt auf und fahndeten nach dem Unbekannten, ohne Erfolg. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung und sucht weitere Zeugen. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion München unter der Telefonnummer 089 515550-0 entgegen.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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