Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim „Deutschlandtag“ der Jungen Union scharf gegen das geplante Linksbündnis in Berlin protestiert. Am zweiten Tag des Jahrestreffens des Parteinachwuchses in Bonn kritisierte der CDU-Chef, dass die moralischen Maßstäbe in Deutschland „langsam ins Rutschen“ geraten würden. Das geplante Bündnis von SPD und Grünen mit der Linken werde die Union infrage stellen.
„Ich stelle auch von dieser Stelle aus die Frage an die SPD und an die Grünen: Wollt ihr wirklich und ernsthaft mit einer solchen Partei weitere Koalitionsgespräche führen“, sagte Merz. Wer die politische Mitte stärken und die Demokratie schützen wolle, dürfe mit „solchen Linksradikalen“ keine Gespräche führen und schon gar nicht in eine Koalition eintreten. „Das sei nicht zulässig zum Schutze unserer Demokratie“, betonte der Kanzler und appellierte direkt an SPD und Grüne: „Hört auf damit, was ihr da in Berlin auf dem Wege seid, anzuzetteln. Hört auf damit, diesen Weg zu gehen.“
Merz erneuerte zugleich seine grundsätzliche Absage an jegliche Zusammenarbeit mit der AfD und mahnte Mandatsträger seiner Partei zur Wachsamkeit. „Sie wollen diese Republik nach rechtsaußen verändern, und auch dem müssen wir uns entgegenstellen“, warnte der Kanzler. Wer aus den eigenen Reihen der CDU solche Leute in Staatsämter wählen wolle, „der hat in der CDU Deutschland nichts, aber auch gar nichts zu suchen“.
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Autor: dts Nachrichtenagentur