Merz wirbt um AfD-Wähler: „Es gibt keine Brandmauer zu ihnen“

via dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzler Friedrich Merz setzt im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt auf Offensive statt Abgrenzung: Bei einem Besuch in Quedlinburg kündigte der CDU-Chef am Montag an, potenzielle AfD-Wähler aktiv für die Union gewinnen zu wollen. „Es gebe zu den Wählern in Sachsen-Anhalt ‚keine Brandmauer'“, erklärte Merz zur Unterstützung des amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU). Er wolle diese Wählergruppe „gewinnen und wenn sie verloren gegangen sind, auch zurückgewinnen“.

Merz begründet seine Strategie mit Inhalten statt Blockade-Politik. Es sei seine „feste Überzeugung“, dass „wir etwas anzubieten haben und dass wir auch etwas vorzuweisen haben“. Als konkretes Beispiel führte der Kanzler an, dass die Bundesregierung die Migrationszahlen gesenkt habe – ein Thema, das Wählern der AfD traditionell wichtig ist.

Gleichzeitig warnte Merz vor den Folgen einer AfD-Regierungsbeteiligung. Sachsen-Anhalt dürfe „kein Experimentierfeld für Wutbürger werden“, sagte er. Der Grund: Das Land könnte von Investoren gemieden werden, sollte die AfD in die Landesregierung kommen.

Der Wahlkampfbesuch in Quedlinburg ist einer von zwei Terminen, die Merz in der Endphase des Landtagswahlkampfs absolviert. Am kommenden Donnerstag wird er zudem ein Unternehmen in Leuna besuchen. Beide Termine finden allerdings nicht öffentlich statt – Merz wird also voraussichtlich keinen großen Auftritt vor Bürgern absolvieren.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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