Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat dramatische Verschiebungen gebracht: Nach Veröffentlichung des amtlichen Endergebnisses in der Nacht zu Montag wird die AfD mit 38,2 Prozent zur stärksten Kraft. Die SPD folgt mit 35,5 Prozent dahinter.
Die große Überraschung des Wahlabends ist das Scheitern der CDU. Mit nur 4,9 Prozent verfehlt die Partei knapp die 5-Prozent-Hürde und fährt damit ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis bei einer Landtagswahl ein. Damit ist die CDU künftig nicht mehr im Schweriner Landtag vertreten.
Ebenfalls aus dem Parlament fliegt die FDP. Die Liberalen, die bisher noch im Nordosten vertreten waren, kommen auf nur noch 1,0 Prozent und gehen damit in die außerparlamentarische Opposition. Sie liegen sogar hinter der Tierschutzpartei, die 1,1 Prozent erreicht.
Das BSW verpasst bei seinem Debüt in Mecklenburg-Vorpommern knapp die Hürde und kommt auf 4,8 Prozent. Die Linke schafft es mit 6,5 Prozent ins Parlament, die Grünen mit 5,7 Prozent.
Für Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) eröffnet sich damit eine neue Koalitionsmöglichkeit: Mit Linke und Grünen zusammen könnte sie eine Mehrheit im Landtag bilden.
Bei den übrigen Kleinstparteien zeigt sich ein breites Spektrum: Die Handwerker Partei Deutschland erreicht 0,5 Prozent, die Freien Wähler 0,4 Prozent. Die Satire-Partei Die Partei kommt auf 0,3 Prozent, ebenso wie Team Freiheit. Piraten und Volt erhalten jeweils 0,2 Prozent. Mit jeweils 0,1 Prozent vertreten sind ÖDP, Bündnis C, KPD, PdF und WLD.
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Autor: dts Nachrichtenagentur