Am Dresdner Hauptbahnhof hat die Bundespolizei am späten Donnerstagabend (4. Juni 2026) zwei Männer festgenommen – einen wegen Drogen- und Messerbesitzes, einen anderen wegen eines ganzen Waffenlagers in seinem Rucksack.
Gegen 21:20 Uhr kontrollierten Polizisten bei der Binnengrenzfahndung den Eurocity von Děčín nach Trier. In einem Abteil trafen sie auf einen 53-jährigen Tschechen, von dem starker Cannabisgeruch ausging. Obwohl der Mann den Besitz von Betäubungsmitteln verneinte, führte er ein griffbereites Einhandmesser an der Hosentasche und eine mit Cannabis gefüllte Kräutermühle im Rucksack mit sich. Die Polizisten brachten ihn zur Bundespolizeiwache im Hauptbahnhof und beschlagnahmten die Gegenstände. Gegen den Tschechen wurde ein Strafverfahren nach dem Konsumcannabisgesetz sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Messerbesitzes eingeleitet.
Wenige Minuten zuvor, gegen 21:17 Uhr, war einer Streife im Hauptbahnhof ein junger Mann aufgefallen, der beim Anblick der Polizei sofort zu fliehen versuchte. Auch später wehrte er sich gewaltsam gegen die polizeilichen Maßnahmen. Ausweisdokumente führte er nicht mit sich, dafür entdeckten die Polizisten in seinem Rucksack ein regelrechtes Waffenlager aus insgesamt acht Messern – darunter vier Wurfmesser, drei Messer und ein Küchenmesser. Gegen den 22-jährigen Ungarn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet.