Messerattacke in Augsburg: 24-Jähriger nach versuchtem Totschlag in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Nach einer Messerattacke in der Augsburger Innenstadt sitzt ein 24-jähriger Türke wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Bei der Auseinandersetzung vor einem Friseursalon beim Barthshof wurde am Mittwochnachmittag ein 25-jähriger Syrer schwer verletzt.

Der Vorfall begann gegen 15.45 Uhr mit einem verbalen Streit zwischen einem 21-jährigen und einem 25-jährigen Mann im Außenbereich des Friseursalons. Die beiden Männer schlugen aufeinander ein, bis sich ein zunächst unbeteiligter 24-Jähriger in die Streitigkeit einmischte. Er zog ein Messer und griff den 25-Jährigen an, der schwere Verletzungen erlitt und in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Während der 24-Jährige vor dem Eintreffen der Polizei flüchtete, nahmen die Beamten den 21-Jährigen fest. Bei seiner Durchsuchung fanden sie illegale Drogen. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.

Nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen konnten Spezialeinsatzkräfte den flüchtigen 24-Jährigen am Donnerstag in einer Wohnanlage in der Bürgermeister-Miehle-Straße in Augsburg-Göggingen festnehmen. Am Freitag wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Augsburg einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erließ und in Vollzug setzte.

Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den 24-Jährigen wegen versuchten Totschlags und gegen den 21-Jährigen wegen Körperverletzung. Der 21-jährige und der 24-jährige Tatverdächtige besitzen die türkische Staatsangehörigkeit, das Opfer ist syrischer Staatsbürger.

In den weiteren Polizeimeldungen aus Nordschwaben standen Verkehrsdelikte im Mittelpunkt: Bei Horgau kam am Donnerstag ein 22-jähriger Motorradfahrer ums Leben, als er auf der Kreisstraße 5 zwischen Horgau und Adelsried in den Gegenverkehr geriet und mit einem entgegenkommenden Auto kollidierte. Der junge Mann erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der Sachschaden wird auf rund 13.000 Euro geschätzt. Die Kreisstraße war für die Unfallaufnahme rund fünf Stunden gesperrt, ein Unfallgutachter wurde hinzugezogen.

Die Verkehrspolizei stoppte außerdem einen 25-jährigen Iraker, der ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss auf der A8 Richtung München unterwegs war. Ein Drogenvortest reagierte positiv auf Kokain und Cannabis. Die Polizei ermittelt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz, außerdem gegen den Fahrzeughalter wegen Ermächtigung zum Fahren ohne Fahrerlaubnis.

In Bergheim stürzte ein 61-jähriger deutscher Radfahrer alkoholisiert in der Diebelbachstraße. Ein Passant beobachtete den Sturz und verständigte die Polizei. Der Atemalkoholtest ergab knapp unter einem Promille, eine Blutentnahme wurde veranlasst.

Bei einem Firmeneinbruch in Blindheim-Wolpertstetten entstand ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Unbekannte Täter brachen zwischen Mittwochnacht und Donnerstagmorgen gewaltsam in ein Firmengelände ein und stahlen eine erhebliche Menge Kupferkabel. Der Beuteschaden liegt im hohen sechsstelligen Bereich, der Sachschaden wird auf rund 300.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei Dillingen sucht Zeugen unter der Telefonnummer 09071/56-0.

Außerdem kontrollierte die Verkehrspolizei in Donauwörth einen Gefahrgut-Lkw mit mangelhafter Ladungssicherung. Der deutsche Fahrer transportierte Chemikalien in der Rosenstraße, die Weiterfahrt wurde untersagt. Die Polizei ermittelt gegen Fahrer und Verlader wegen Verstößen nach dem Gefahrgutbeförderungsgesetz.

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