Milliardendeal um VW-Schiffsmotoren Everllence geht in die Schlussrunde

via dts Nachrichtenagentur

Das Bieterrennen um den milliardenschweren Schiffsmotorenhersteller Everllence von Volkswagen steht vor der Entscheidung. Die Interessenten präsentieren diese Woche ihre Konzepte vor dem Management, für Freitag sind Gespräche mit Gewerkschaftern angesetzt. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Nach aktuellem Stand sollen die Bieter Anfang übernächster Woche ihr endgültiges Preisgebot einreichen – kurz nach der VW-Hauptversammlung am 18. Juni. Volkswagen könnte dann noch in derselben Woche die Entscheidung fällen, will dies aber in jedem Fall vor dem 20. Juli tun, wenn die Werksferien beginnen. Beteiligte taxieren den Wert der Einheit auf etwa 8,5 Milliarden Euro.

Im Rennen um die Mehrheit an Everllence befinden sich nach FAZ-Informationen aus Finanzkreisen die Beteiligungsgesellschaften CVC, Bain und EQT. Letztere soll in einem ungewöhnlichen Konsortium bieten: zusammen mit dem Volkswagen-Hauptaktionär Porsche SE und dem VW-Großaktionär Qatar. Everllence ist der neue Name der Traditionssparte MAN Diesel & Turbo, die zwischendurch einige Jahre lang MAN Energy Solutions (MAN ES) hieß. VW will 51 Prozent der Anteile abgeben.

Der Wolfsburger Konzern lehnte auf Anfrage der Zeitung eine Stellungnahme zu dem Verfahren ab. Auch die Private-Equity-Häuser äußerten sich nicht zu dem Verfahren.

Der Preis dürfte in dieser Transaktion nur eines der Kriterien sein, was mit einer besonderen Abstimmungskonstellation im Aufsichtsrat zusammenhängt. EQT bietet zusammen mit zwei VW-Großaktionären, die im Kontrollgremium vertreten sind. Zwei der zehn Vertreter auf der Kapitalbank sind Qatar zuzuordnen, vier der Porsche SE. Diese sechs werden wegen eines möglichen Interessenkonflikts nicht an der Abstimmung teilnehmen.

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