Die Staatsanwaltschaft Görlitz und die Polizeidirektion Görlitz ermitteln gegen mehrere Personen wegen des Verdachts des Betrugs im besonders schweren Fall. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in den Jahren 2021 bis 2023 als Verantwortliche verschiedener Unternehmen in Görlitz und Zittau sogenannte Corona-Testcenter betrieben und dabei mutmaßlich nicht erbrachte Corona-Tests in großem Umfang gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen abgerechnet zu haben — insgesamt in mindestens 58 Fällen.
Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen durch diese Abrechnungen bis zum Jahr 2022 Auszahlungen im Gesamtvolumen von schätzungsweise 1,35 Millionen Euro veranlasst worden sein.
Am 12. und 13. Oktober 2026 führten Polizei und Staatsanwaltschaft Durchsuchungen in mehreren Bundesländern durch, darunter auch in Zittau. Das Amtsgericht Görlitz erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 6. Oktober 2026 gegen zwei Beschuldigte Haftbefehle. Ein Beschuldigter sitzt in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. Der Haftbefehl gegen die zweite Beschuldigte wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Polizei ermittelt noch.
Die Entwicklung im Landkreis Görlitz
2024 zählte die Polizei im Landkreis Görlitz 1.438 Betrugsfälle, 2025 waren es 1.560 — 8,5 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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