Millionen-Betrug: Polizei durchsucht Luxus-Objekte in Hamburg und Schleswig-Holstein

(Symbolbild)

Polizei und Staatsanwaltschaft Hamburg haben Ende November Durchsuchungs- und Arrestbeschlüsse vollstreckt und dabei erhebliche Vermögenswerte gepfändet. Im Fokus der Ermittlungen stehen ein 48-Jähriger als Hauptverantwortlicher und seine 39-jährige Ehefrau sowie weitere Beteiligte.

Den Ermittlungen zufolge soll der 48-Jährige als Rechtsanwalt einer Großkanzlei tätig gewesen sein und gleichzeitig eine Finanzberatungsfirma geleitet haben. Über diese Firma soll er einer im Insolvenzverfahren stehenden Firma ungerechtfertigt Beratungshonorare in Höhe von 7,69 Millionen Euro in Rechnung gestellt haben. Das wurde aufgedeckt, nachdem die Großkanzlei selbst Anzeige erstattete.

Darüber hinaus soll der Mann im Zeitraum 2019 bis 2025 mindestens 60 Darlehen falsch als Pfandkredite deklariert und ohne erforderliche Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vergeben haben. Dadurch soll er unrechtmäßig über eine halbe Million Euro erlangt haben.

Zudem stehen der 48-Jährige und seine Ehefrau im Verdacht, im Jahr 2020 Corona-Soforthilfen für beide Firmen beantragt zu haben. Aufgrund falscher Angaben sollen sie Subventionen in Höhe von knapp 30.000 Euro erhalten haben.

Ende November durchsuchten Kriminalbeamte und Staatsanwälte das Wohn- und Geschäftsobjekt der Beschuldigten in Hamburg-Othmarschen, eine Wohnanschrift in Wedel sowie ein Bankschließfach in Hamburg-Rotherbaum. Sie pfändeten vier hochwertige Fahrzeuge – drei Porsche und einen Audi – sowie zwei Rolex-Uhren. Weitere Vermögenswerte wurden durch Sicherungsmaßnahmen in mehreren Immobilien der Beschuldigten gesichert.

Das Amtsgericht hatte Durchsuchungs- und Arrestbeschlüsse in Höhe von 3,1 Millionen Euro erwirkt. Der 48-Jährige und die 39-Jährige wurden vor Ort angetroffen und nach Durchführung der Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen wegen Untreue in besonders schwerem Fall beziehungsweise Beihilfe dazu, Handeln ohne Erlaubnis gemäß Kreditwesengesetz und Subventionsbetrug dauern an.


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Hamburg um 5,4 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 25.342 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 49,9 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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