Mölkau: Antrag zur Umnutzung des geplanten Kita-Standorts

Der Ortschaftsrat Mölkau hat einen Antrag eingereicht, in dem er die Aussetzung des geplanten Kita-Neubaus an der Zweinaundorfer Straße 167 fordert. Stattdessen soll das Grundstück als generationsübergreifender Freizeittreff entwickelt werden.

Das Grundstück befindet sich in städtischem Besitz und liegt zentral in der Nähe der Grund- und Oberschule Mölkau sowie einer Seniorenresidenz. Der Ortschaftsrat argumentiert, dass die Fläche sich besonders für ein Angebot der außerschulischen Jugendarbeit eigne. Der bisherige Jugendclub Mölkau nutze derzeit Räume im historischen Gemeindeamt und verfüge nicht über angemessene Spiel- und Freiflächen. Das Gelände war früher ein Schulhort und könne mit geringerem Kostenaufwand (im Vergleich zum Neubau) modernisiert werden. Das barrierefreie Gebäude und die vorhandenen Außenflächen könnten erhalten bleiben.

Der Ortschaftsrat weist zudem auf Verkehrsprobleme hin. Der geplante Kita-Neubau würde in einer Gegend entstehen, wo bereits eine schwierige Verkehrssituation herrscht – auch wegen der geplanten Umverlegung einer Bushaltestelle. Dadurch würden sich Gefahren und Staus verschärfen.

Nach Ansicht des Ortschaftsrats decke die vorhandene Kita Zwergenland in der Engelsdorfer Straße den örtlichen Bedarf in Mölkau aus. Der geplante Neubau soll allerdings auch Kinder aus anderen Stadtteilen aufnehmen – als Ausweichstandort während Sanierungen anderer Einrichtungen. Dies erhöhe unnötig den Nutzungsdruck auf städtische Flächen, die stattdessen für Freizeitangebote für Jugendliche benötigt würden.

Der Antrag wird in den Fachausschüssen für Stadtentwicklung/Bau und Jugend/Schule/Demokratie beraten. Die Ratsversammlung soll sich am 2. September 2026 damit befassen.

Carsten Müller, Politikredaktion Sachsen