Mordversuch-Verurteilter bei Rückkehr verhaftet: Kosovare muss Rest seiner Strafe absitzen

Die Rosenheimer Bundespolizei hat bei Grenzkontollen einen Kosovaren verhaftet, der eine Restfreiheitsstrafe von 341 Tagen zu verbüßen hat.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch, 29. Juli, einen 38-jährigen Kosovaren auf der Autobahn 93 bei Kiefersfelden verhaftet. Der Mann war wegen versuchten Mordes verurteilt worden und muss nun den Rest seiner Freiheitsstrafe absitzen.

Beamte der Bundespolizeiinspektion Rosenheim kontrollierten den Beifahrer eines im Kosovo zugelassenen Wagens und stellten dabei fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Das Landgericht Ulm hatte den Mann bereits 2014 zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe wegen Mordversuchs verurteilt. Nach Verbüßung eines Teils seiner Haft in einer baden-württembergischen Justizvollzugsanstalt war der Kosovare in sein Heimatland abgeschoben worden – verbunden mit der ausdrücklichen Warnung, dass eine Rückkehr nach Deutschland zur Vollstreckung der restlichen Strafe führen würde.

Mit der Einreise über die deutsch-österreichische Grenze ist genau dieser Fall eingetreten. Die Rosenheimer Bundespolizei lieferte den kosovarischen Staatsangehörigen in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein. Dort wird er für insgesamt 341 Tage – voraussichtlich bis Anfang Juli 2027 – seine ausstehende Haftstrafe verbüßen müssen.

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