Motorradfahrer bedrohen Bahnmitarbeiter und versuchen Container aufzubrechen

(Symbolbild)

Zwei unbekannte Motorradfahrer haben am Dienstagabend einen 24-jährigen Bahnmitarbeiter in Hattorf am Harz bedroht und versucht, einen Baucontainer gewaltsam zu öffnen. Der Mann war als Bahnübergangsposten im Einsatz und bediente wegen Bauarbeiten die Schrankenanlage manuell.

Nach Angaben der Bundespolizei ereignete sich der Vorfall gegen 20 Uhr am Bahnübergang auf der K 406 zwischen Hattorf am Harz und der B27/Auekrug. Nach der Öffnung der Schranke hielten die beiden Motorradfahrer auf Höhe des Sicherheitsdienstmitarbeiters an und fragten, ob sie die örtliche Dixi-Toilette der Bahnarbeiter nutzen dürften. Als der 24-Jährige dies verneinte, beschimpften und beleidigten ihn die beiden in unflätiger Weise.

Die Situation eskalierte, als die Motorradfahrer dem Mann eine körperliche Auseinandersetzung androhten. Verängstigt flüchtete der 24-Jährige in einen nahegelegenen Aufenthaltscontainer der Bahnarbeiter. Die beiden Angreifer verfolgten ihn und versuchten mit roher Gewalt und unter Zuhilfenahme von Gegenständen die Eingangstür des Baucontainers einzuschlagen. Der Bahnmitarbeiter hielt mit aller Kraft die Tür zu, während die Unbekannten versuchten einzudringen. An der Tür entstanden erhebliche Beschädigungen.

Da die Schrankenanlage in diesem Moment nicht mehr manuell bedient werden konnte, griff ein Notfallmechanismus ein. Es ertönte ein akustischer Alarm und die Schranken schlossen automatisch wegen eines herannahenden Zuges. Der Alarm veranlasste die Motorradfahrer zur Flucht in Richtung der Ortschaft Hattorf am Harz.

Der geschädigte Mann gab später gegenüber den alarmierten Bundespolizisten an, dass er bei den Kennzeichen der Motorräder das Landkreiskürzel OHA (Osterode am Harz) erkannt habe. Die beiden unbekannten Täter sollen männlich sein und mit Motorradhelmen, Motorradkleidung und Motorradhandschuhen bekleidet gewesen sein. Die ausgelöste Notschließung konnte erst durch den Notfallmanager und Techniker der DB AG gegen 21:50 Uhr aufgehoben werden.

Gegen die unbekannten Täter wurden Strafverfahren wegen Beleidigung, Nötigung und Sachbeschädigung eingeleitet. Die Bundespolizeiinspektion Hannover bittet Zeugen des Geschehens, sich unter der Telefonnummer 0511-303650 zu melden.

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