In Magdeburg hat nicht vollständig abgekühlte Grillasche einen Brand ausgelöst, der eine Altpapiertonne, eine Hauswand und einen Baum beschädigte. Gegen einen Mann wurde Strafverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet.
Eine Zeugin hörte am Morgen einen lauten Knall in einem Innenhof und entdeckte bei der Ursachensuche Flammen im Bereich der Mülltonnen. Sie versuchte zunächst selbst zu löschen und rief gleichzeitig den Notruf. Die Feuerwehr Magdeburg konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen.
Bei den ersten Befragungen gab der spätere Beschuldigte zu, am Vorabend gegrillt und die restliche Grillkohle in der Restmülltonne entsorgt zu haben. Anschließend hatte er den Innenhof verlassen. Die Grillkohle war jedoch offenbar noch nicht vollständig erloschen, was der Mann nicht bemerkt hatte.
Polizei und Feuerwehr Magdeburg warnen eindringlich vor der unsachgemäßen Entsorgung von Grillasche. Besonders in den Sommermonaten komme es vermehrt vor, dass Grillasche in Mülltonnen entsorgt werde. Diese könne auch viele Stunden nach dem Grillen noch Glutnester enthalten.
Heiße oder nicht vollständig abgekühlte Asche dürfe niemals in Mülltonnen, Kunststoffbehälter oder andere brennbare Gefäße. Die Behörden empfehlen: Grillkohle nach dem Grillen vollständig mit Wasser löschen, dabei die Glut umrühren, um versteckte Glutnester zu erreichen. Die Asche sollte vollständig auskühlen und erst dann in einem geeigneten, nicht brennbaren Behälter entsorgt werden.