Die Münchner Polizei ermittelt in dieser Woche gegen mehrere Tatverdächtige und ruft Zeugen auf. Im Mittelpunkt stehen ein Wohnungseinbruch in Grünwald, ein Vermisstenfall nach einem Badeunfall in Langwied, ein Apotheken-Einbruch in Pasing sowie Fälle von sexueller Belästigung und organisiertem Betrug.
Einbruch in Grünwald
Am Samstag, 11. Juli, gegen 18 Uhr, bemerkte ein Nachbar in Grünwald zwei Personen, die sein Nachbargrundstück verließen und in unbekannte Richtung flüchteten. Er verständigte sofort die Polizei über den Notruf 110.
Nach bisherigen Erkenntnissen brachen die beiden unbekannten Männer während der Abwesenheit der Bewohner gewaltsam in das Nachbarhaus ein. Sie durchsuchten die Wohnräume und stahlen Bargeld sowie Wertgegenstände. Der Beuteschaden liegt in einem hohen vierstelligen Bereich.
Die Polizei fahndete umgehend mit mehreren Streifen nach den Tätern, bislang ohne Erfolg. Die Münchner Kriminalpolizei führte am Tatort umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch. Das Kommissariat 53 hat die Ermittlungen übernommen.
Die gesuchten Männer werden wie folgt beschrieben: männlich, etwa 30 bis 40 Jahre alt, südamerikanisches Erscheinungsbild, beide dunkel gekleidet und mit kleinem Rucksack. Einer trug einen Bart, der andere eine Baseballkappe.
Die Polizei bittet um Hinweise aus dem Bereich Joseph-Keilberth-Straße, Nibelungenstraße, Römerhügel und der näheren Umgebung in Grünwald. Anwohner werden aufgefordert, Aufzeichnungen eventueller Überwachungskameras vom Tatzeitraum zu sichten. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, unter Tel. 089 2910-0, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Vermisstenfall nach Badeunfall in Langwied
Am Sonntag, 12. Juli, gegen 18.30 Uhr, geriet ein 29-jähriger indischer Staatsangehöriger aus Ingolstadt im Lußsee in München-Langwied beim Baden in Not und verschwand unter der Wasseroberfläche.
Ein ebenfalls 29-jähriger indischer Staatsangehöriger, der sich am See aufhielt, verständigte sofort den Notruf. Er und weitere anwesende Personen versuchten noch, den Mann zu retten. Dies gelang jedoch nicht.
Daraufhin wurden umgehend umfangreiche Such- und Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Daran waren die DLRG, Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei beteiligt. Trotz des Einsatzes zahlreicher Rettungskräfte konnte der 29-Jährige bislang nicht aufgefunden werden. Das Kommissariat 14 übernimmt die weiteren Ermittlungen und koordiniert die Suchmaßnahmen.
Einbruch in Apotheke in Pasing
Im Zeitraum von Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr, bis Freitag, 10. Juli, 8.30 Uhr, drangen ein oder mehrere unbekannte Täter gewaltsam über die Eingangstür in eine Apotheke in Pasing ein.
Die Räumlichkeiten wurden durchsucht. Die Täter entwendeten Bargeld aus der Kasse und aus einem Tresor – insgesamt mehrere tausend Euro. Anschließend flüchteten sie in unbekannte Richtung.
Eine Mitarbeiterin der Apotheke bemerkte den Einbruch am Freitagmorgen und informierte die Polizei. Es wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Das Kommissariat 52 hat die Ermittlungen übernommen.
Zeugen aus dem Bereich Paul-Gerhardt-Allee, Berduxstraße und Radeckestraße in Pasing, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Sexuelle Belästigung in der Ludwigsvorstadt
Am Sonntag, 12. Juli, gegen 16 Uhr, verließ eine Mitarbeiterin eines Hotels in der Schwanthalerstraße das Gebäude über den Personalausgang. Dort stieß sie eine männliche Person unvermittelt an.
Die Mitarbeiterin begab sich erneut ins Hotel. Der Täter folgte ihr und führte sexuelle Handlungen unterhalb seiner Oberbekleidung an sich selbst durch. Ein weiterer Mitarbeiter wurde auf die Situation aufmerksam und verwies den Täter des Hotels. Daraufhin informierte er den Notruf 110.
Die eingesetzte Polizeistreife konnte den Tatverdächtigen außerhalb des Hotels feststellen. Auch da führte er noch sexuelle Handlungen an sich selbst durch. Es handelt sich um einen 41-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er wurde festgenommen und auf eine Polizeiinspektion gebracht. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen.
Er wurde angezeigt wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und sexueller Belästigung. Das Kommissariat 15 hat die Ermittlungen übernommen.
Organisierter Callcenterbetrug in Milbertshofen
Am Mittwoch, 8. Juli, gegen 17.50 Uhr, erhielt eine über 60-jährige Münchnerin einen Anruf eines vermeintlichen Arztes. Der unbekannte Anrufer gab vor, dass die Tochter der Frau mit einer schweren Erkrankung im Krankenhaus liege und dass mehrere zehntausend Euro für ein dringend erforderliches Medikament benötigt würden.
Die über 60-Jährige wurde aufgefordert, Bargeld und Wertgegenstände zur Abholung bereitzulegen. Im weiteren Verlauf konnte die Polizei kurz darauf eine 48-jährige Frau mit tschechischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland als Abholerin antreffen und vorläufig festnehmen.
Sie wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Am Folgetag wurde sie einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Das Kommissariat 61 hat die Ermittlungen übernommen.
Verbotenes Kraftfahrzeugrennen in Bogenhausen
Am Freitag, 10. Juli, gegen 22.30 Uhr, fuhr eine Streife der Münchner Verkehrspolizei die Effnerstraße stadtauswärts. Dabei fielen ihnen zwei BMW auf, die mit etwa 75 km/h unterwegs waren.
An einer roten Ampel hielten die Fahrzeuge nebeneinander. Nach Umschalten auf Grünlicht beschleunigten die Fahrer stark. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h erreichten sie Geschwindigkeiten von weit über 100 km/h.
Die Beamten schalteten das Blaulicht ein und versuchten eine Verkehrskontrolle. Nach kurzer Zeit hielten beide BMW-Fahrer ihre Fahrzeuge an. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass an beiden Autos technische Veränderungen vorgenommen worden waren, wodurch jeweils die Betriebserlaubnis erloschen war.
Bei den Fahrern handelt es sich um einen 25-jährigen griechischen Staatsbürger mit Wohnsitz in München und einen 22-jährigen Deutschen aus Ingolstadt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden bei beiden Autofahrern die Führerscheine sowie beide Fahrzeuge beschlagnahmt.
Gegen die beiden Fahrer wird nun unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Fahrradcodierung in Hadern
Am Mittwoch, 15. Juli, im Zeitraum von 13 bis 18 Uhr, findet eine gemeinsame Fahrradcodieraktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs München e.V. (ADFC) und der Münchner Polizei am Canisiusplatz in Hadern statt. Polizeibeamte klären insbesondere zum Thema Fahrraddiebstahl auf und geben Tipps zur Prävention.
Ein codiertes Fahrrad hilft der Polizei, gestohlene oder verlorene Räder schnell dem Eigentümer zuzuordnen und ermittelt bei Diebstählen. Der Kreisverband München des ADFC codiert seit über 20 Jahren Fahrräder mit dem EIN-Code (Eigentümer-Identifizierungs-Nachweis). Dieser wurde Anfang der 1990er Jahre von der hessischen Polizei entwickelt und wird heute in fast allen Bundesländern verwendet.
Der Code setzt sich zusammen aus Stadt- beziehungsweise Landkreis, einem Straßenschlüssel, der Hausnummer, den Initialen des Besitzers und der Jahreszahl der Codierung. So können Rückschlüsse auf den Eigentümer gezogen werden, ohne dass eine Datenverwaltung nötig ist.
Vor jeder Codierung muss der Besitzer ein Identitätsdokument und einen Eigentumsnachweis vorzeigen. Ist keine Kaufquittung vorhanden, unterschreibt der Besitzer eine Eigentumserklärung, die der ADFC aufbewahrt. Der Code wird eingraviert, eine grobe Beschreibung des Fahrrads und die bereits vorhandene Rahmennummer notiert. Der ausgefüllte Auftrag wird gescannt und archiviert, das Original verbleibt beim Besitzer. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Alle Arten von Fahrrädern, einschließlich E-Bikes und Pedelecs, können codiert werden. Ausnahmen sind Fahrräder aus Titan oder Carbon – diese können alternativ etikettiert werden. Der ADFC erhebt Kosten von bis zu 15 Euro pro Fahrrad. Die Beratung durch die Polizei ist kostenlos.
Dieses Jahr finden weitere Codieraktionen im Bereich des Polizeipräsidiums München statt – jeweils von 13 bis 18 Uhr.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (Claude von Anthropic) erstellt. Die Daten stammen aus zuverlässigen Quellen, der Text wurde maschinell generiert und redaktionell geprüft.