München: Homophober Angriff mit Haftbefehl, Sexualkriminalist festgenommen, Verkehrsunfall mit Schwerstverletzter

(Symbolbild)

Die Münchner Polizei hat in der vergangenen Woche mehrere schwerwiegende Fälle bearbeitet. Im Mittelpunkt standen ein versuchtes Tötungsdelikt mit homophobem Hintergrund, ein Fall von sexuellem Missbrauch von Kindern und ein schwerer Verkehrsunfall mit einer über 80-jährigen Radfahrerin.

Versuchtes Tötungsdelikt in Unterhaching: Homophober Angriff

Zwei Personen sind wegen eines versuchten Tötungsdelikts in Haft. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juni 2026 drangen ein 23-Jähriger und eine 51-Jährige – beide bulgarischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München – in ein Hotelzimmer in Unterhaching ein. Dort griffen sie einen 21-jährigen Bulgaren aus mutmaßlich homophober Motivation an und setzten dabei eine Schere und eine Bratpfanne als Waffen ein. Das Opfer musste stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Nach ihrer ersten Festnahme wurden die beiden zunächst entlassen. Im Laufe der Ermittlungen bestätigten sich die Anhaltspunkte für eine homophobe Tatmotivation. Die Generalstaatsanwaltschaft München – Zentrale Stelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus – übernahm daraufhin die Ermittlungen. Das Amtsgericht München erließ Haftbefehle wegen versuchten Totschlags. Am 19. Juni 2026 wurden beide widerstandslos festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte. Die beiden befinden sich nun in bayerischen Justizvollzugsanstalten.

Exhibitionistische Handlung im Luitpoldpark

Am 21. Juni 2026 gegen 12:40 Uhr beobachtete eine 22-jährige Frau im Luitpoldpark in Schwabing einen Mann, der sexuelle Handlungen an sich selbst vornahm, während er Blickkontakt zu ihr suchte. Die Frau rief die Polizei. Bei den sofort eingeleiteten Fahndung stellten Polizeibeamte einen 36-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München fest und nahmen ihn vorläufig fest. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er wieder entlassen. Das Kommissariat 15 ermittelt weiter.

Versuchter Wohnungseinbruch in Milbertshofen

Am 20. Juni 2026 gegen 18:35 Uhr beobachtete eine Zeugin in Milbertshofen einen Mann, der versuchte, auf den Balkon einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zu gelangen, um in die Wohnung einzudringen. Die Zeugin verständigte die Polizei. Der Mann verließ den Balkon und entfernte sich von der Örtlichkeit. Bei den sofort eingeleiteten Fahndung nahmen Polizeibeamte einen 30-jährigen ungarischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland fest. Er wurde wegen versuchten Wohnungseinbruchsdiebstahls angezeigt und nach Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten entlassen. Das Kommissariat 53 ermittelt.

Sexueller Missbrauch von Kindern im Schwimmbad Neuhausen

Am 20. Juni 2026 gegen 19:15 Uhr ereignete sich in einem Schwimmbad ein Fall von sexuellem Missbrauch. Eine 14-Jährige befand sich im Schwimmbecken, als ein ihr unbekannter Mann zu ihr schwamm und sie oberhalb der Kleidung im Intimbereich berührte. Der Mann entfernte sich daraufhin. Das Mädchen berichtete ihrer 12-jährigen Freundin, dass dieser Mann sie auch angefasst hatte. Die beiden vertrauten sich dem Bademeister an, der die Polizei verständigte und den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festhielt.

Der Tatverdächtige – ein 37-Jähriger mit pakistanischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland – wurde vorläufig festgenommen und zur Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Der Haftrichter erließ Haftbefehl. Das Kommissariat 17 führt die weiteren Ermittlungen.

Sachbeschädigung durch Brandlegung und Hausfriedensbruch in der Au

Am 20. Juni 2026 gegen 06:05 Uhr bemerkten Zeugen in der Au einen Mann, der auf einer Terrasse einen Stuhl anzündete. Nach Ansprache flüchtete er. Die Zeugen riefen die Polizei und löschten den brennenden Stuhl selbst. Der Tatverdächtige gelangte anschließend in ein nahegelegenes öffentliches Gebäude, wo er mehrere Gegenstände beschädigte, eine Brandmeldeanlage auslöste und sich unberechtigt aufhielt.

Mehrere Polizeistreifen wurden zur Einsatzörtlichkeit geschickt. Bei den Fahndung stellten Polizeibeamte einen 27-jährigen ägyptischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München fest und nahmen ihn vorläufig fest. Die Kriminalpolizei führte Spurensicherungsmaßnahmen durch. Aufgrund psychischer Auffälligkeiten wurde der 27-Jährige in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung durch Brandlegung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie Missbrauch von Notrufen werden durch die Münchner Kriminalpolizei geführt.

Versuchte räuberische Erpressung mit Messer in der Altstadt

Am 21. Juni 2026 gegen 04:00 Uhr wurde ein 20-jähriger irakischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in München in der Altstadt von zwei unbekannten Männern angesprochen. Die beiden Täter bedränmten ihn verbal und forderten die Herausgabe von Bargeld. Um ihre Forderung zu unterstreichen, zeigte einer der Täter ein Messer. Der 20-Jährige kam der Forderung nicht nach. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der er leichte Verletzungen im Gesicht und an den Schultern erlitt. Die beiden Täter flüchteten ohne Beute in unbekannte Richtung.

Der Geschädigte rief die Polizei. Mehrere Polizeistreifen wurden zur Einsatzörtlichkeit geschickt. Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen brachten keine neuen Erkenntnisse. Der 20-Jährige wurde vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei führte umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben: Täter 1: Männlich, etwa 22 bis 28 Jahre alt, etwa 180 cm groß, schlanke Statur, dunkle Haare, Vollbart; schwarze Jogginghose mit weißen Streifen, weißes Unterhemd, schwarze Kappe. Täter 2: Männlich, etwa 20 bis 25 Jahre alt, etwa 170 cm groß, normale Statur, kurze dunkle Haare; weißes T-Shirt, vermutlich Sonnenbrille.

Zeugen, denen etwas Verdächtiges in dem Zeitraum im Bereich der Josephspitalstraße und Herzog-Wilhelm-Straße aufgefallen ist, können sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen. Das Kommissariat 21 ermittelt.

Schlauchbootunfall auf der Isar in Pullach

Am 21. Juni 2026 gegen 18:00 Uhr gerieten drei Männer mit einem Schlauchboot am Isarwehr Großhesselohe in Pullach i. Isartal in eine Notlage. An dem Einsatz waren zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst und Polizei sowie ein Rettungshubschrauber beteiligt.

Die drei Männer – ein 30-jähriger Guatemalteke, ein 30-jähriger US-Amerikaner und ein 28-jähriger Inder, alle mit Wohnsitz in München – fuhren die Isar flussabwärts. Am Isarwehr Großhesselohe ignorierten sie die Beschilderung und fuhren verbotswidrig weiter, ohne auf den Isarwehrkanal zu wechseln. Die Strömung erfasste sie und zog das Boot in eine Wasserwalze. Den drei Männern gelang es noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte, sich selbst ans Ufer zu retten. Sie blieben unverletzt. Die Feuerwehr barg das Schlauchboot.

Die Polizei weist darauf hin, dass die Beschilderung und Sicherheitsvorgaben beim Befahren der Isar unbedingt zu beachten sind. Im Bereich von Wehranlagen besteht Lebensgefahr. Die Polizeiinspektion 32 (Grünwald) ermittelt zu möglichen Verstößen nach dem Bayerischen Wassergesetz.

Schwerer Verkehrsunfall in Laim: Über 80-jährige Radfahrerin eingeklemmt

Am 22. Juni 2026 gegen 10:10 Uhr kam es an der Kreuzung Willibaldstraße/Gotthardstraße in Laim zu einem Unfall zwischen einem Lkw und einer Radfahrerin. Ein 24-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Freising fuhr mit einem Lkw auf der Willibaldstraße Richtung Agnes-Bernauer-Straße und wollte an der Kreuzung zur Gotthardstraße nach rechts abbiegen. Die Ampel zeigte zunächst Rotlicht. Als sie auf Grünlicht umschaltete, begann der Lkw-Fahrer seinen Abbiegevorgang.

Zeitgleich fuhr eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München mit einem Fahrrad den Gehweg der Willibaldstraße in gleicher Fahrtrichtung. Sie fuhr auf die Fahrbahn der Gotthardstraße auf. Es kam zur Kollision. Die Radfahrerin wurde erfasst, unter dem Lkw eingeklemmt und einige Meter mitgezogen. Sie erlitt schwere Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Die Kreuzung wurde für die Dauer der Unfallaufnahme etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)

» Weitere Polizeimeldungen aus Bayern