München: Polizei nimmt Telefonbetrüger fest – Seniorin um mehrere zehntausend Euro betrogen

(Symbolbild)

Die Münchner Polizei hat einen 21-jährigen Polen festgenommen, der eine über 90-jährige Seniorin mit einem Schockanruf um mehrere zehntausend Euro betrogen hatte. Eine aufmerksame Passantin fotografierte den Abholer und sein Fahrzeug, was zur Festnahme führte.

Wie die Polizei mitteilte, hatte eine unbekannte Anruferin der Seniorin am 20. Mai vorgetäuscht, ihr Neffe habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine Inhaftierung zu verhindern, müsse sie sofort 60.000 Euro Kaution zahlen. Die über 90-Jährige übergab daraufhin vor einer Sparkassenfiliale in der Johann-Clanze-Straße eine Stofftasche mit dem Geld an einen unbekannten Mann.

Eine Passantin beobachtete die verdächtige Situation: Der Abholer hielt der Seniorin ein Telefon ans Ohr, während diese ein Päckchen aus dem Stoffbeutel holte. Als die Passantin die Seniorin ansprach, erkannte diese den Betrug. Die aufmerksame Zeugin hatte bereits Fotos des flüchtenden Täters und seines Fahrzeugs gemacht.

Am 26. Mai erkannten zivile Polizisten den Verdächtigen und sein Fahrzeug in der Schwanthalerhöhe wieder. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 21-Jährigen mit polnischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Einen Tag später ordnete ein Richter Untersuchungshaft an.

In einem weiteren Fall wurde eine über 80-jährige Münchnerin Opfer eines falschen Polizeibeamten. Der Anrufer behauptete am 27. Mai, es habe in ihrer Nähe zahlreiche Einbrüche gegeben, und forderte sie auf, ihre Wertsachen zum Schutz in einen Kochtopf vor die Wohnungstür zu legen. Als die Frau den Betrug bemerkte und die Polizei rief, waren die Gegenstände im Wert eines mittleren sechsstelligen Eurobetrages bereits verschwunden.

Bei einem Verkehrsunfall in Grünwald wurde am 27. Mai ein 41-jähriger Serbe verletzt. Der Mann war mit Ladetätigkeiten an seinem in der Oberhachinger Straße geparkten Lkw beschäftigt, als ein unbekannter Autofahrer ihn beim Vorbeifahren mit dem Außenspiegel touchierte und anschließend flüchtete. Der 41-Jährige wurde leicht verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

In Laim wurde eine 73-jährige Frau bei einem Terrassenbrand verletzt. Bewohner bemerkten am 26. Mai gegen 3 Uhr morgens den Brand an einem Mehrfamilienhaus. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, doch die 73-Jährige musste wegen der Rauchgase ins Krankenhaus. Der Sachschaden liegt im niedrigen fünfstelligen Bereich. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Bei einem Polizeieinsatz in der Landwehrstraße wurden drei Polizisten leicht verletzt. Ein 20-jähriger Marokkaner ohne festen Wohnsitz leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand. Er wurde zunächst in Gewahrsam genommen und später wieder entlassen.

Schwere Verletzungen erlitt ein 25-jähriger Münchner bei einem Verkehrsunfall in Neuhausen. Ein 75-jähriger Fahrer kollidierte bei der Abfahrt von der Landshuter Allee zur Dachauer Straße mit dem Mercedes des 25-Jährigen, der aus einer Hofeinfahrt kam. Durch den Aufprall wurde der Mercedes gegen einen geparkten Audi geschleudert. Alle drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Wegen einer Baustelle kam es über eine Stunde lang zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

In Kirchheim kollidierten zwei Pkw an einer Kreuzung und gingen in Flammen auf. Ein 82-jähriger Fahrer bog trotz Gegenverkehr links ab und stieß mit einem 83-Jährigen zusammen. Die Freiwillige Feuerwehr löschte beide brennenden Fahrzeuge. Der 83-Jährige wurde leicht verletzt und vor Ort versorgt, sein Unfallgegner blieb unverletzt. Die Kreuzung musste zwei Stunden gesperrt werden.

Schwere Verletzungen erlitt eine 84-jährige Radfahrerin in Ramersdorf. Die Frau fuhr trotz Rotlicht in den Fahrstreifen eines 36-jährigen Autofahrers auf der Rosenheimer Straße ein. Sie stürzte und musste stationär behandelt werden. Die Polizei betonte, dass die Frau keinen Fahrradhelm trug und empfiehlt grundsätzlich allen Radfahrern, Helme zu verwenden.

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