Münchner Polizei meldet versuchten Raub mit fremdenfeindlichen Beleidigungen und Automatensprengung

(Symbolbild)

Die Münchner Polizei hat am Mittwoch mehrere schwere Straftaten gemeldet, darunter einen versuchten Raub mit fremdenfeindlichen Beleidigungen am U-Bahnhof Josephsplatz und die Aufklärung einer Automatensprengung aus dem November 2025.

Am Mittwoch gegen 19.30 Uhr wurde eine 42-jährige Syrerin am U-Bahnhof Josephsplatz von einem unbekannten Mann verfolgt und fremdenfeindlich beleidigt. Als sie in den U-Bahn-Waggon stieg, versuchte der Täter sie zurückzuziehen und ihr die Handtasche zu entreißen. Der Frau gelang es, ihre Tasche festzuhalten, woraufhin der Mann flüchtete. Die alarmierten Polizisten trafen nur noch die 42-Jährige an. Der Täter wird als etwa 35 Jahre alt, 180 cm groß und schlank beschrieben. Er trug ein schwarzes Leinenshirt, eine blaue kurze Hose und hat ein Tribal-Tattoo am linken Arm.

Bei der Aufklärung einer Automatensprengung in Ottobrunn konnte die Polizei nun zwei Jugendliche ermitteln. Am 1. November 2025 hatten Zeugen beobachtet, wie zwei Jugendliche mehrere Minuten lang an einem Kaugummiautomaten hantierten. Die aufmerksamen Zeugen filmten das verdächtige Verhalten mit ihren Handys. Plötzlich flüchteten die Jugendlichen, wenige Sekunden später explodierte ein pyrotechnischer Gegenstand im Ausgabeschacht des Automaten. Es entstand ein Sachschaden von wenigen hundert Euro. Am 22. Mai 2026 erschien ein 15-jähriger Syrer wegen einer anderen Angelegenheit bei der Polizei, wo er anhand der Handyvideos wiedererkannt wurde. Durch weitere Ermittlungen konnte auch ein 16-jähriger Deutscher als zweiter Tatverdächtiger identifiziert werden.

In einem anderen Fall wurde nach einem versuchten Tötungsdelikt vom 10. Mai 2026 in der Goethestraße ein Tatverdächtiger festgenommen. Bei einer körperlichen Auseinandersetzung hatte ein 29-jähriger Senegalese Schnittverletzungen am Hals erlitten. Intensive Ermittlungen führten zur Identifizierung eines 32-jährigen Gambiers mit Wohnsitz in Regen. Das Amtsgericht München erließ einen Haftbefehl, der Mann wurde am 28. Mai in Regen festgenommen und befindet sich nach richterlicher Vorführung in Untersuchungshaft.

In Bogenhausen ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus. Am 17. Mai gegen 14.30 Uhr bemerkte eine Bewohnerin Rauchentwicklung in einer WG-Wohnung im zweiten Obergeschoss. Feuerwehr und Polizei rückten an, das dreistöckige Gebäude wurde geräumt und der Brand rasch gelöscht. Alle Bewohner konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Ermittlungen ergaben den Verdacht, dass Gegenstände aus dem betroffenen Zimmer gestohlen und das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Hinweise auf einen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht.

Ein über 80-jähriger Münchner wurde Opfer eines organisierten Callcenterbetrugs. Am 28. Mai zwischen 19 und 22 Uhr kontaktierte ein falscher Polizeibeamter den Senior telefonisch. Der Betrüger behauptete, bei einer Festnahme sei ein Zettel mit dem Namen des Seniors gefunden worden, deshalb müssten alle Wertgegenstände gesichert werden. Der über 80-Jährige übergab daraufhin Wertgegenstände im Wert eines niedrigen sechsstelligen Eurobetrages. Als weitere angekündigte „Polizeibeamte“ nicht erschienen, verständigte er den echten Polizeinotruf. Der Abholer wird als 30 bis 35 Jahre alt, 180 cm groß mit europäischem Aussehen beschrieben. Er trug ein weißes Hemd, dunkle Hose und eine Brille mit Edelstahlrahmen. Sein gefälschter Dienstausweis trug die Aufschrift „Poliei“, den Namen „Michael Berg“ und die Kennnummer 2477.

Bei zwei Verkehrsunfällen wurden Menschen schwer verletzt. In Trudering kollidierten am 28. Mai ein 63-jähriger irischer Radfahrer und ein 34-jähriger serbischer Autofahrer an der Kreuzung Wasserburger Landstraße und Friedenspromenade. Da die Ampel gestört war, regelten Polizisten den Verkehr. Der Radfahrer fehlinterpretierte die Zeichen und querte die Straße, als für ihn Rot war. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. In Bogenhausen verwechselte eine 74-jährige Autofahrerin in der Einfahrt einer Tiefgarage Brems- und Gaspedal und prallte gegen eine Garagenwand. Auch sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Nach einer Flucht vor einer Verkehrskontrolle in Unterföhring fahndete die Polizei mit Diensthund und Drohne nach vier Personen. Am 28. Mai gegen 22.45 Uhr war einer Streife ein Auto mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Cosimastraße aufgefallen. Das Fahrzeug wurde später auf einem Betriebsgelände in Unterföhring entdeckt, die Insassen waren zu Fuß geflüchtet. Drei Personen konnten sofort kontrolliert werden, eine weitere Person wurde nach einer Fahndung mit Polizeihund gefasst. Bei den Beteiligten handelt es sich um einen 19-jährigen Afghanen, einen 16-jährigen und einen 17-jährigen Deutschen sowie einen 15-jährigen Pakistani, alle mit Wohnsitz in München. Der 19-Jährige soll das Fahrzeug gefahren haben. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden alle wieder entlassen.

Die Münchner Polizei führt vom 1. bis 30. Juni verstärkte Verkehrskontrollen auf Landstraßen durch. Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ sollen überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver, Ablenkungen am Steuer und unfallträchtige Verstöße kontrolliert werden. Am 17. Juni findet eine große Informationsveranstaltung am Marienplatz statt.

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