Zwei Jugendliche haben sich in Dortmund selbst verraten, als sie nach einem Kennzeichendiebstahl mit einem gestohlenen E-Scooter zum Tatort zurückkehrten. Eine aufmerksame Zeugin hatte die ursprüngliche Tat am Mittwochabend gegen 17:40 Uhr gefilmt und damit die schnelle Aufklärung ermöglicht.
Die Frau beobachtete an der Burgholzstraße, wie sich mehrere Personen an den Kennzeichen eines geparkten Nissans zu schaffen machten. Anschließend montierten sie diese an einem BMW und fuhren davon. Die Zeugin filmte die Tat mit ihrem Smartphone und wählte den Notruf.
Polizistinnen und Polizisten trafen den BMW wenig später bei der sofort eingeleiteten Fahndung auf dem Parkplatz eines Baumarktes an der Bornstraße verlassen an. Eine Überprüfung in den polizeilichen Informationssystemen ergab, dass das Auto bereits außer Betrieb gesetzt wurde. Die Beamten stellten den BMW daher sicher.
Während die Polizisten auf den Abschlepper warteten, fuhren zwei Jugendliche auf einem E-Scooter an ihnen vorbei. Die Gesichter kamen den Beamten bekannt vor – sie hatten sie kurz zuvor auf dem Video der Zeugin gesehen. Die Folge war eine Kontrolle der 13 und 17 Jahre alten Dortmunder rumänischer Staatsangehörigkeit.
Diese ergab zum einen, dass der 17-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Außerdem war der E-Scooter des Duos als gestohlen gemeldet. Somit wurde auch dieses Fahrzeug sichergestellt. In einem Gebüsch auf dem Parkplatz fanden die Beamten schließlich auch den Fahrzeugschlüssel des BMW. Daneben lag ein weiterer Schlüssel, der zu einem Mercedes gehört. Beide Schlüssel landeten ebenfalls auf dem Sicherstellungsprotokoll.
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurden die Dortmunder in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben. Das Duo erwartet nun ein Strafverfahren wegen schweren Bandendiebstahls. Außerdem fertigten die Beamten einen Bericht an das Jugendamt. Die gestohlenen Kennzeichen wurden an den Halter des Nissans übergeben. Die Ermittlungen zu dem Mercedes dauern an.