In Essen-Margarethenhöhe hat der Einsatz eines aufmerksamen Nachbarn am 17. September einer älteren Frau vor Finanzschaden bewahrt. Eine 84-Jährige war Opfer eines sogenannten Schockanrufes geworden – eine Betrugsmasche, bei der Unbekannte vorgeben, ein Familienmitglied habe einen schweren Autounfall verursacht und benötige schnell Geld.
Gegen 13:00 Uhr riefen die Betrüger die Seniorin an ihrem Festnetzanschluss an. Sie behaupteten, ihre Tochter habe einen schweren Unfall verursacht. Um eine mögliche Haft zu vermeiden, müsse sofort eine hohe fünfstellige Kaution bezahlt werden. Trotz anfänglicher Skepsis ließ sich die 84-Jährige überreden und stimmte einer Geldübergabe zu. Diese sollte unmittelbar danach in ihrem Haus in der Straße Im stillen Winkel stattfinden.
Der 57-jährige Nachbar wurde jedoch auf einen Mann aufmerksam, der sich vor dem Mehrfamilienhaus merkwürdig verhielt. Als dieser das Haus betrat, folgte der Nachbar in den Hausflur. Dort sah er, wie der Unbekannte mit seiner älteren Nachbarin sprach. Der 57-Jährige erkannte sofort, dass es sich um einen Betrug handelte, schaltete sich ein und rief die Polizei. Daraufhin floh der Mann aus dem Haus in Richtung Sommerburgstraße.
Die Polizei beschreibt den Tatverdächtigen wie folgt: 175 bis 180 Zentimeter groß, schlank, südländisches Erscheinungsbild, kurzes schwarzes Haar, Zehntagebart. Zur Tatzeit trug er eine schwarze Jogginghose und ein schwarzes Nike-Oberteil.
Hinweise zum Vorfall oder dem Tatverdächtigen nimmt die Polizei Essen telefonisch unter 0201/829-0 oder per E-Mail unter hinweise.essen@polizei.nrw.de entgegen.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass es Trickbetrügern immer wieder gelingt, die Hilfsbereitschaft älterer Menschen auszunutzen. Es wird empfohlen, Verwandte und bekannte ältere Menschen über solche Betrugsmethoden aufzuklären. Flyer und Broschüren mit Verhaltenshinweisen sind auf der Website der Polizei Essen verfügbar.
Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden
Von 6.185 Betrugsfällen in Essen konnte die Polizei 2025 4.211 aufklären, das sind 68,1 Prozent. Damit steht unsere Stadt besser als das Land, wo 59,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen
Auch aus Nordrhein-Westfalen:
Mehr Polizeimeldungen: