Eine 76-jährige Deutsche mit russischen Wurzeln ist in Amberg Opfer einer neuen Betrugsmasche geworden. Sie übergab einem unbekannten Geldabholer einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag, nachdem sie am Telefon in russischer Sprache mit der bekannten Schockanruf-Masche kontaktiert worden war.
Am Donnerstagabend, 28. Mai 2026, erhielt die Frau einen Anruf von einem unbekannten Täter. Dieser erklärte ihr in russischer Sprache, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und die Mutter eine Kaution für die Freilassung der Tochter zahlen solle. Die Anruferin ging darauf ein und traf sich auf einem Parkplatz im Bereich Regensburger Straße/Merianstraße mit einem Geldabholer. Sie übergab das Bargeld an den Unbekannten, der sich anschließend vom Tatort entfernte.
Im Anschluss erkannte die Geschädigte den Betrug und ging zur nächsten Polizeidienststelle. Trotz sofort eingeleiteter, umfassender Fahndungsmaßnahmen konnte der Geldabholer nicht aufgefunden werden.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz häuft sich seit einigen Wochen diese neue Masche der „Russischen Callcenter“, bei der das bekannte Betrugsgespräch am Telefon in russischer Sprache erfolgt.
Die Kriminalpolizei Amberg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise. Wer am Donnerstagabend, 28. Mai, zwischen 20 und 21 Uhr im Bereich der Regensburger Straße/Merianstraße in Amberg verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder im Umfeld des Lokals „Asia Palast“ Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten, soll sich an die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 wenden. Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen und rät, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen.