Neue Polizisten starten in Jena: 30 Anwärter absolvieren fachpraktische Wochen

(Symbolbild)

Jena. Rund 30 angehende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte des Bildungszentrums der Thüringer Polizei haben diese Woche ihre fachpraktischen Wochen im Bereich der Landespolizeiinspektion (LPI) Jena begonnen. Sie bereiten sich damit auf ihren Dienstantritt zum 1. Oktober 2026 vor und werden dann in den Polizeiinspektionen Apolda, Saale-Holzland und Weimar, im Inspektionsdienst Jena sowie bei der Einsatzunterstützung (ESU) Jena eingesetzt.

Die Auszubildenden bringen bereits umfangreiche Praxiserfahrungen mit: Ein mehrmonatiges Praktikum im Einsatz- und Streifendienst haben sie bereits absolviert. Die fachpraktischen Wochen bauen auf diesen Erfahrungen auf und sollen die künftigen Polizisten mit ihren Dienststellen, den örtlichen Besonderheiten und ihren zukünftigen Kolleginnen und Kollegen vertraut machen. So entsteht ein möglichst nahtloser Übergang in den späteren Dienst.

In den ersten beiden Ausbildungstagen gestalteten die einzelnen Dienststellen das Programm eigenverantwortlich. Neben organisatorischen Einweisungen, der Ausgabe von persönlichen Führungs- und Einsatzmitteln und der Einführung in elektronische Vorgangsbearbeitungssysteme stand vor allem dienststellenspezifisches Wissen im Mittelpunkt. Die angehenden Polizisten im Saale-Holzland-Kreis besichtigten die neu aufgebaute Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Eisenberg. Ihre Kolleginnen und Kollegen aus Weimar erhielten in der Landeseinsatzzentrale Thüringen in Erfurt Einblicke in die landesweite Notrufannahme und Einsatzdisposition.

Die Jenaer Auszubildenden erkundeten ihren zukünftigen Zuständigkeitsbereich bei einer Schutzbereichsrunde. Eine Wanderung auf den Jenzig verschaffte ihnen einen Überblick über das geografische Gebiet, in dem sie später tätig sind. In Apolda dagegen stand bereits praktische Polizeiarbeit im Fokus: Eine Auszubildende unterstützte die Kolleginnen und Kollegen direkt im Einsatz- und Streifendienst.

Heute treffen sich alle Auszubildenden zu ihrem ersten gemeinsamen Ausbildungstag am Standort der LPI Jena. Im Mittelpunkt stehen polizeiliche Einsätze rund um Fußballveranstaltungen. Die Teilnehmer erhalten theoretische Grundlagen und Einblicke in die Arenawache im Ernst-Abbe-Sportfeld, von wo aus Polizeieinsätze an Spieltagen koordiniert werden. Dort befinden sich auch Gewahrsams- und Bearbeitungsräume sowie weitere einsatzrelevante Infrastruktur.

Am Donnerstag folgt der nächste praktische Höhepunkt: Die Auszubildenden unterstützen die Einsatzkräfte beim bundesweiten Speedmarathon an zwei Verkehrsüberwachungskontrollstellen im Bereich Weimar und im Saale-Holzland-Kreis. Dort können sie ihr im Bildungszentrum erlerntes Wissen unmittelbar anwenden.

Den Abschluss der ersten Woche bildet ein gemeinsamer Besuch der Gedenkstätte Buchenwald. Dort werden neben der historischen Bedeutung auch polizeiliche Fragestellungen zu Versammlungslagen und Einsätzen an einer national bedeutsamen Gedenkstätte behandelt.

In der zweiten Woche wechseln alle Auszubildenden geschlossen zur Einsatzunterstützung (ESU) Jena. Dort erwartet sie ein praxisorientiertes Programm mit den Schwerpunkten Zugriffstechniken, Umgang mit Führungs- und Einsatzmitteln, taktische Erste Hilfe, Schießausbildung und täglicher Dienstsport wie CrossFit. Damit sollen einsatztaktische Fähigkeiten vertieft und die Handlungssicherheit für den späteren Dienst gestärkt werden.

Die LPI Jena dokumentiert die fachpraktischen Wochen über ihren WhatsApp-Kanal „Polizei TH Jena“ und gibt dort regelmäßig Einblicke in die Ausbildung und den Berufsalltag ihrer künftigen Kolleginnen und Kollegen.

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