Niederbayern: Drei Tatverdächtige nach Telefonbetrug festgenommen

(Symbolbild)

In Niederbayern sind am Freitag, 18. September 2026, drei Tatverdächtige nach mehreren Fällen von Telefonbetrug festgenommen worden. In zwei Fällen gelang es der Polizei, die Abholer unmittelbar bei der Geldübergabe oder kurz danach zu fassen. Gegen alle drei wurden inzwischen Haftbefehle erlassen.

Fall in Deggendorf: 21-Jähriger mit Bargeld in fünfstelliger Höhe gefasst

In Deggendorf erhielt eine 87-jährige Frau am Freitagvormittag einen Anruf von falschen Polizeibeamten. Gegen Mittag erschien ein unbekannter Mann an ihrer Wohnanschrift im nordöstlichen Stadtgebiet. Bei einer vermeintlichen Überprüfung des Tresors griff er plötzlich nach Bargeld und flüchtete aus dem Haus. Die Seniorin erkannte daraufhin, dass es sich nicht um einen echten Polizeibeamten handelte und machte auf sich aufmerksam.

Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte die Situation und versuchte, den Mann noch zu erreichen. Dieser stieg in einen schwarzen Mercedes und fuhr davon. Der Nachbar rief sofort den Polizeinotruf an und gab sowohl das Fahrzeug als auch die Kennzeichen durch. Aufgrund dieser schnellen und detaillierten Informationen leitete die Polizeiinspektion Deggendorf umgehend Fahndungsmaßnahmen ein.

Eine Polizeistreife entdeckte den Mercedes in der Ulrichsbergerstraße Richtung Rohrmünz. Später kam das Fahrzeug bei Obergrub ohne Beteiligung anderer von der Fahrbahn ab. Der Fahrer blieb unverletzt und wurde festgenommen. Im Auto fanden die Polizisten das zuvor gestohlene Bargeld im mittleren fünfstelligen Eurobereich sowie mehrere Silbermünzen. Der Mercedes wurde sichergestellt.

Am Samstag, 19. September 2026, wurde der 21-jährige russische Staatsangehörige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Deggendorf vorgeführt. Der Richter erließ Haftbefehl. Der Mann kam daraufhin in Untersuchungshaft.

Fall in Pocking: Mutter und Tochter vereiteln Betrug – zwei Tatverdächtige verhaftet

Am Freitag, 18. September 2026, gegen 19.30 Uhr erhielt eine 52-jährige Frau in Pocking einen Anruf von Telefonbetrügern. Sie erkannte die Betrugsmasche sofort. Ihre Tochter verständigte daraufhin den Polizeinotruf.

In Zusammenarbeit zwischen der Polizeistation Pocking, den Zentralen Einsatzdiensten Passau und umliegenden Dienststellen einigten sich die Betrüger mit der Frau auf die Übergabe eines mittleren fünfstelligen Eurobetrags an ihrer Wohnanschrift. Als der Abholer eintraf, wurde er unmittelbar vorläufig festgenommen. Es handelt sich um einen 36-jährigen moldauischen Tatverdächtigen.

In unmittelbarer Nähe zur Wohnanschrift wurde zudem der mutmaßliche Fahrer und Mittäter verhaftet – ein 39-jähriger moldauischer Tatverdächtiger. Das Tatfahrzeug, ein Toyota, wurde sichergestellt.

Am Samstag, 19. September 2026, wurden beide Tatverdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Passau vorgeführt. Gegen beide wurde jeweils Haftbefehl erlassen. Sie kamen in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten.

Fall in Passau: 86-Jährige um vierstelligen Betrag gebracht

Am Freitag, 18. September 2026, erhielt eine 86-jährige Frau in Passau einen Anruf von einer falschen Polizeibeamtin. Diese behauptete, die Tochter der Angerufenen habe einen Unfall gehabt und benötige Geld zur Begleichung von Verfahrenskosten. Durch geschickte Gesprächsführung bewog die Betrügerin die 86-Jährige dazu, einen mittleren vierstelligen Eurobetrag an einen Abholer zu übergeben. Die Enkelin erkannte den Betrug und verständigte die Polizei.

Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Deggendorf beziehungsweise Passau in allen Fällen. Derzeit wird geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen diesem Fall und den Festnahmen in Deggendorf und Pocking besteht.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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