Niederlage für VW-Chef Blume: Aufsichtsrat lehnt Sparplan ab

via dts Nachrichtenagentur

VW-Chef Oliver Blume ist mit seinem ehrgeizigen Sparplan im Aufsichtsrat gescheitert. Der Volkswagen-Vorstand konnte seinen vorgelegten Sparbeschluss am Donnerstag nicht durchsetzen: Die Abstimmung ging mit sieben zu zwölf Stimmen verloren. Das Land Niedersachsen und die Arbeitnehmervertreter stimmten dagegen, wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise berichtet.

Der Grund für die Ablehnung liegt nach Informationen aus dem Konzern in erheblichen Mängeln des Sparplans, dem sogenannten „Group Target Picture“. Das Konzept sei an zu vielen Stellen unscharf gewesen, heißt es aus Konzernkreisen. Es hätten zu viele Informationen gefehlt, um beurteilen zu können, ob die Pläne des Vorstands überhaupt umsetzbar sind. Eine Zustimmung mit Mehrheit wäre unter diesen Bedingungen fahrlässig gewesen, so die Begründung der Gegner.

„Die Situation war sehr angespannt“, beschreiben Insider die Aufsichtsratssitzung. Allen Beteiligten sei dabei bewusst gewesen, dass „weitreichende Veränderungen nötig“ sind. Das Land Niedersachsen legte einen alternativen Vorschlag vor, mit dem der Aufsichtsrat Handlungsfähigkeit hätte demonstrieren und eine gemeinsame Stellungnahme abgeben können. Die anderen Vertreter der Aktionäre lehnten diesen Gegenvorschlag jedoch ab.

Ein Insider charakterisierte Blumes Situation gegenüber der Süddeutschen Zeitung zugespitzt: „Oliver Blume hat jetzt ein Problem. Er ist als Tiger gestartet und noch im Sprung zum Bettvorleger geworden. Mal sehen, als was er landet. Vielleicht als Stofftier.“ Der VW-Konzern äußerte sich zu dem Abstimmungsergebnis zunächst nicht.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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