Deutschlands Flüsse fallen. 149 von 688 Pegeln an den Bundeswasserstraßen liegen unter ihrem eigenen mittleren Niedrigwasser — jeder fünfte Messpunkt im Land. Am stärksten trifft es die Elbe mit 37 betroffenen Pegeln. Gemessen am 06.08.2026 um 15:45 Uhr.
Welche Flüsse betroffen sind
- Elbe — 37 Pegel unter dem Mittel, darunter Lutherstadt Wittenberg, Aken (Elbe), Rogätz, Tangermünde und weitere.
- Rhein — 24 Pegel unter dem Mittel, darunter Bingen am Rhein, Kaub, Speyer, Rees und weitere.
- Weser — 13 Pegel unter dem Mittel, darunter Bad Karlshafen, Hann. Münden, Vlotho, Bodenfelde und weitere.
- Saale — 12 Pegel unter dem Mittel, darunter Barby, Merseburg, Halle (Saale), Calbe (Saale) und weitere.
- Donau — 9 Pegel unter dem Mittel, darunter Passau, Deggendorf, Hofkirchen, Niederwinkling und weitere.
- Oder — 7 Pegel unter dem Mittel, darunter Küstriner Vorland, Lunow-Stolzenhagen, Letschin, Vogelsang und weitere.
- Obere Havel-Wasserstraße — 6 Pegel unter dem Mittel, darunter Userin, Fürstenberg/Havel, Wesenberg.
- Ems — 6 Pegel unter dem Mittel, darunter Meppen, Lingen (Ems), Rheine, Geeste.
- Main — 4 Pegel unter dem Mittel, darunter Hainburg, Niedernberg, Würzburg, Faulbach.
- Lahn — 4 Pegel unter dem Mittel, darunter Leun, Heuchelheim a. d. Lahn, Dörnberg, Lahnstein.
- Aller — 4 Pegel unter dem Mittel, darunter Verden (Aller), Hodenhagen, Rethem (Aller), Buchholz (Aller).
- Fulda — 3 Pegel unter dem Mittel, darunter Hann. Münden, Guxhagen, Rotenburg a. d. Fulda.
Wo es sich verteilt
Die meisten betroffenen Messpunkte liegen in Sachsen-Anhalt (32), Niedersachsen (27), Brandenburg (20), Rheinland-Pfalz (17), Bayern (12), Nordrhein-Westfalen (12).
Wie es weitergeht
Ob die Stände weiter fallen, sagen wir, sobald wir es belegen können. Die Schnittstelle der Wasserstraßenverwaltung reicht nur rund 30 Tage zurück — wer eine längere Reihe will, muss sie selbst aufbauen. Genau das tun wir seit dieser Woche, dreimal täglich. Ein Vergleich zum Vortag ist derzeit für 4 der 149 betroffenen Pegel möglich; in wenigen Wochen für alle.
Ein Minuswert bedeutet nicht, dass der Fluss trockenliegt. Pegel werden gegen einen vor Jahrzehnten festgelegten Nullpunkt gemessen; an einzelnen Stationen liegt dieser Nullpunkt heute über dem Wasserspiegel.
Wie diese Zahlen zustande kommen
Jeder Pegel wird an seiner eigenen Langzeitstatistik gemessen, nicht an einer pauschalen Zentimetergrenze — 20 Zentimeter sind an der Aller etwas anderes als am Oberrhein. Die Einstufung stammt von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung selbst.
Pegel an der Küste und in den Mündungsgebieten bleiben außen vor. Dort schwankt der Wasserstand binnen Stunden um mehrere Meter, weil Ebbe und Flut ihn bestimmen — wer sie mitzählt, meldet jede Ebbe als Niedrigwasser.
Datenquelle: PEGELONLINE der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.
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