Oberbayern: Callcenterbetrug im dritten Quartal – sechs Tatverdächtige festgenommen

Vorsicht Trickbetrug Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Im dritten Quartal 2026 registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd erneut zahlreiche betrügerische Anrufe, bei denen Seniorinnen und Senioren um ihre Ersparnisse gebracht wurden. In mehreren Fällen gelang es der Polizei, die Täter festzunehmen und Betrugstaten zu verhindern.

Die Masche funktioniert immer nach dem gleichen Muster: Betrüger rufen ältere Menschen an und täuschen vor, dass nahe Angehörige einen Unfall verursacht hätten und nun eine hohe Geldsumme oder Wertgegenstände als „Kaution“ benötigt würden. Oft gaben sich die Anrufer dabei als Polizeiberamte oder Staatsanwälte aus. Viele ältere Menschen übergaben daraufhin Schmuckgegenstände oder ihr Erspartes in bar an die Betrüger.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd betreibt seit Jahren einen hohen Aufwand, um diese arglistige Betrugsmasche einzudämmen. Allerdings erfährt die Polizei in den meisten Fällen erst im Nachhinein von den Taten.

Erfolgreiche Festnahmen im Sommer und Herbst

Am 28. Juli 2026 deponierte eine 75-jährige Seniorin aus dem Landkreis Mühldorf nach einem betrügerischen Anruf 75.000 Euro vor ihrer Wohnanschrift. Als sich ein 39-jähriger serbischer Staatsangehöriger wenig später mit einem Taxi anfahren ließ, um das Geld abzuholen, konnte die Polizei ihn festnehmen.

Am 24. August 2026 wurde ein 20-jähriger tschechischer Staatsangehöriger nach einem Schockanruf in Garmisch-Partenkirchen festgenommen. Gegen ihn erging Haftbefehl. Zu einer Geldübergabe war es glücklicherweise noch nicht gekommen.

Unter dem Vorwand eines vermeintlichen Gewinnspiels meldete sich am 2. September 2026 ein zunächst vorgeblicher Anwalt, später ein vorgeblicher Staatsanwalt, bei einem 55-jährigen Mann aus dem Landkreis Berchtesgadener Land. Der betrügerische Anrufer vereinbarte mit dem Geschädigten die Übergabe von 115.000 Euro. Die Polizei konnte zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 23 und 28 Jahren als Tatverdächtige ermitteln und festnehmen.

In einem Fall vom 15. Juli 2026 übergab eine 85-jährige Seniorin in Bernau 180.000 Euro an einen Täter.

Bilanz für das dritte Quartal

Insgesamt registrierte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd für das dritte Quartal 2026 zehn vollendete Fälle von Schockanrufen. Die Täter erbeuteten dabei Bargeld und Wertgegenstände im Gesamtwert von 351.000 Euro. Sechs Tatverdächtige wurden festgenommen. Hinzu kamen fünf weitere Fälle mit zwei Festnahmen, bei denen falsche Polizeiberamte nach betrügerischen Anrufen von ihren Opfern rund 65.000 Euro erlangten. Die Zahl der Anrufversuche war ebenfalls hoch.

Die Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben übernahm in all diesen Fällen die Ermittlungen. Da Betrüger weiterhin versuchen werden, durch betrügerische Anrufe Beute zu machen, warnt die Kriminalpolizei erneut eindringlich vor dieser Masche.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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