Eine aufmerksame Zeugin hat in Oberhausen einen Diebstahlversuch verhindert. Am Dienstag, 21. Juli, gegen 16:45 Uhr beobachtete die Frau an den Fahrradständern unter dem Torbogen des Rathauses an der Schwartzstraße einen Mann, der sich an einem dort abgestellten E-Bike zu schaffen machte. Der Unbekannte kniete neben dem Fahrrad und bearbeitete das Kettenschloss offenbar mit einem Trennwerkzeug. Als die Zeugin ihn ansprach, brach der Mann sein Vorhaben ab und entfernte sich zu Fuß.
An dem Schloss konnten später deutliche Spuren des Trennwerkzeugs festgestellt werden. Die Polizei Oberhausen fahndet nun nach dem Tatverdächtigen. Nach der Zeugenaussage wird der Mann wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 30 Jahre alt, schlanke Statur, dunkle Haare. Zur Tatzeit trug er eine schwarze Hose, ein weißes T-Shirt und einen grünen Rucksack.
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Oberhausen zu melden. Das Kriminalkommissariat nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0208 826-0 oder per E-Mail an poststelle.oberhausen@polizei.nrw.de entgegen.
Die Polizei nutzt den Fall für eine Reihe von Sicherheitsempfehlungen: Nutzer von E-Bikes sollten nach Möglichkeit zwei unterschiedliche Schlösser verwenden – beispielsweise ein Bügel- und ein Kettenschloss – um den Zeitaufwand für Täter zu erhöhen. Das Fahrrad sollte immer an einem fest verankerten Gegenstand angeschlossen werden, idealerweise mit gesichertem Rahmen. Hochwertige E-Bikes gehören in Sichtweite oder an stark frequentierten Orten abgestellt. Zusätzliche Sicherungstechnik wie Fahrrad-Alarmanlagen oder Tracker sind mittlerweile zu vergleichsweise geringen Kosten erhältlich und können sowohl abschreckend wirken als auch beim Wiederauffinden helfen. Die Polizei empfiehlt zudem, die Rahmennummer zu notieren und aktuelle Fotos des Fahrrads bereitzuhalten. Eine Fahrradcodierung kann die Zuordnung im Falle eines Diebstahls zusätzlich erleichtern.